Essen aus dem Labor Die gedopte Tomate

Ein Eingriff ins Erbgut bewirkt, dass diese Tomaten massenhaft Resveratrol und Genistein bilden.

(Foto: The John Innes Centre)

Gentechnisch verändert, reichert die Frucht Substanzen an, die gegen Krebs helfen sollen. Doch Genistein und Resveratrol sind umstritten.

Von Tina Baier

Joghurts, die leistungsfähiger machen, Drinks, die angeblich die Kreativität steigern: Viele große Nahrungsmittelhersteller forschen derzeit an Lebensmitteln, die nicht nur lecker schmecken sollen, sondern zudem einen Zusatznutzen versprechen. Genau im Trend liegen da Wissenschaftler des John Innes Centre im britischen Norwich, die so etwas wie eine Anti-Krebs-Tomate entwickelt haben wollen (Nature Communications, online).

Nach Angaben der Lebensmittelforscher produziert die Tomate gleich zwei gesundheitsfördernde Substanzen: Resveratrol und Genistein. Resveratrol kommt natürlicherweise in roten Trauben und damit auch in Rotwein ...