Quinoa

Die Getreide-ähnlichen Körner aus den Anden sind mit bis zu 15 Prozent Proteingehalt eiweißreicher als viele Getreidesorten, dabei liefern sie alle lebensnotwendigen Aminosäuren, zudem ungesättigte Fettsäuren. Quinoa ist glutenfrei und enthält mehr Vitamin E, Kalzium und Magnesium als Getreide. Auch Eisen und Zink enthält es. Die Welternährungsorganisation FAO empfiehlt daher das Korn der Anden in Regionen, in denen Hunger herrscht.

In Deutschland ist jedoch der Nährstoffbedarf durch normale Ernährung gut gedeckt. "Auch Vegetarier können durch die Kombination von Hülsenfrüchten mit Getreide eine hohe Proteinwertigkeit erreichen", meint Watzl. Superfood sei zwar gesund, aber eben nicht nötig. Ernährungsfehler könnten die Produkte auch nicht ausbügeln. "Gesund ist es, täglich mehrmals Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu essen", so Watzl. Quinoa enthält für Säuglinge und Kleinkinder schädliche Bitterstoffe und sollte darum von den Kleinsten gemieden werden.

Bild: picture alliance / AP Photo 1. Dezember 2016, 14:022016-12-01 14:02:30 © SZ.de/chrb