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Erkältung im Anmarsch:Entspannung und Schlaf

Wer unter psychischem Stress leidet, bekommt eher eine Erkältung - zu diesem Schluss kommen diverse Studien. US-amerikanische Forscher untersuchten diesen Zusammenhang beispielsweise in einer Studie, die sie 1991 im New England Journal of Medicine veröffentlichten. Dabei verabreichten sie 394 Probanden Nasentropfen, die Erkältungsviren enthielten, 29 bekamen nur eine Salzlösung. Über einen Fragebogen wurde außerdem der Grad der psychischen Belastung gemessen.

Je höher der Stress war, unter dem die Versuchspersonen standen, desto höher war auch das Risiko, eine Atemwegsinfektion oder Erkältung zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommen auch viele aktuelle Studien.

Dass zu wenig Schlaf zu Erkältungen führen kann, beobachteten indes Forscher aus Pittsburgh. 153 Probanden mussten für 14 Tage ihr Schlafverhalten dokumentieren und bekamen dann ein Erkältungsvirus verabreicht. Teilnehmer mit weniger als sieben Stunden Nachtruhe erkälteten sich in der Folge fast dreimal häufiger als diejenigen, die mindestens acht Stunden pro Tag schliefen.

Nasenspülung

Eine Nasendusche klingt erstmal wenig reizvoll: Über einen Trichter läuft Wasser in ein Nasenloch hinein und fließt aus dem anderen wieder heraus. Möglicherweise kann sie aber das Erkältungsrisiko senken - darauf deutet zumindest eine Übersichtsarbeit Karlsruher Mediziner aus dem Jahr 2011 hin. Die Methode könne bei Infektneigung zur Prävention empfohlen werden, fassen die Forscher zusammen.

Auch tschechische Wissenschaftler untersuchten 2008 insgesamt 401 erkältete Kinder. Während die eine Hälfte der Gruppe nur eine Standardmedikation gegen Schnupfen bekam, erhielt die andere zusätzlich eine Nasendusche mit Salzwasser. Die Kinder mit Nasendusche wurden ihren Schnupfen nicht nur viel schneller los, sondern blieben auch danach länger gesund, mussten seltener auf Medikamente zurückgreifen und fehlten nicht so häufig in der Schule.

Allerdings ist nicht klar, wie sich tägliche prophylaktische Nasenspülungen über einen langen Zeitraum auswirken. Eine grundsätzliche Empfehlung für alle Menschen kann deshalb nicht gegeben werden.