Ebola-AusbruchMehr als 200 mutmaßliche Ebola-Tote im Ostkongo gemeldet

Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Schutzanzügen am Mittwoch in einem Gesundheitszentrum in Rwampara, Kongo.
Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Schutzanzügen am Mittwoch in einem Gesundheitszentrum in Rwampara, Kongo. Moses Sawasawa/AP/dpa

Im Ostkongo kämpfen Behörden mit Lücken bei der Kontaktverfolgung des Ebolavirus. Während die Schutzausrüstung knapp wird, wächst in der Region die Sorge vor weiterer Ausbreitung.

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Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich der Ebola-Ausbruch weiter ausgeweitet und bringt die Gesundheitsbehörden zunehmend an ihre Grenzen. Die Regierung meldete zuletzt 867 Verdachtsfälle und 204 mutmaßliche Todesfälle. 91 Infektionen seien im Labor bestätigt, darunter zehn Todesfälle. Auch Uganda registrierte demnach fünf bestätigte Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch.

Angesichts der Lage setzte der Kongo nach Behördenangaben Flüge in die ostkongolesische Stadt Bunia aus, einen der Brennpunkte in der an Uganda grenzenden Provinz Ituri. Gleichzeitig warnen Experten vor großen Lücken bei der Kontaktverfolgung und vor Engpässen bei Schutzkleidung, Labor- und Behandlungskapazitäten. In der Region beraten Kongo, Uganda und Südsudan mit Africa CDC und WHO über ein gemeinsames Vorgehen.

Erschwert wird die Eindämmung durch den seltenen Bundibugyo-Typ des Ebolavirus. Gegen diese Variante gibt es nach Angaben von Africa CDC weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezielle Therapie. Ebola ist eine hochansteckende und oft tödliche Infektionskrankheit, übertragen wird das Virus vor allem durch engen Körperkontakt und Körperflüssigkeiten. Bei der Ebola-Epidemie in Westafrika in den Jahren 2014 und 2015 starben mehr als 11.000 Menschen.

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SZ PlusVon Arne Perras

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