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Ebola-Epidemie:Kanada schließt aus Angst seine Grenzen

Ebola in Guinea

Wer wir dieser Arzt in Guinea in von Ebola betroffenen Gebieten aufhält, darf nicht mehr nach Kanada einreisen.

(Foto: dpa)
  • Kanada verweigert Menschen aus den von Ebola betroffenen Ländern die Einreise.
  • Die Vereinten Nationen melden Fortschritte im Kampf gegen die Epidemie: So gebe es in Liberia weniger Neuinfektionen.
  • Bundeswehr-Experten bereiten sich in München auf einen Hilfseinsatz in Westafrika vor.

Kanada verweigert Menschen aus Ebola-Ländern die Einreise

Kanada stellt vorübergehend keine Visa mehr für Reisende aus, die aus von der Ebola-Epidemie betroffenen westafrikanischen Ländern kommen. Diese Maßnahme sei nötig, um die kanadischen Bürger zu schützen, teilte die Regierung in Ottawa mit. In dem nordamerikanischen Land ist bislang kein Ebola-Fall bekannt. Zu Wochenbeginn hatte Australien seine Grenzen für Menschen aus den Ebola-Gebieten in Sierra Leone, Liberia und Guinea geschlossen.

UN-Ebola-Koordinator David Navarro hatte zuvor einige Staaten für ihre Quarantäneregeln bei der Rückkehr von Ärzten und Krankenschwestern kritisiert. "Wir möchten nicht, dass sie sich in ihrer Heimat nach der Rückkehr nicht willkommen fühlen." In den USA war vergangene Woche eine Krankenschwester direkt nach ihrer Rückkehr aus Sierra Leone isoliert worden. Sie zeigt keine Symptome und bisher konnte bei ihr in mehreren Tests keine Infektion festgestellt werden.

Bundeswehr kann innerhalb von zwei Tagen abflugbereit sein

Die Bundeswehr bereitet sich verstärkt auf einen Hilfseinsatz in Ebola-Gebieten in Westafrika vor. In München trainieren Soldaten derzeit in einem mobilen Speziallabor den Ernstfall. Im Labor können sie innerhalb von vier Stunden testen, ob ein Patient an Ebola oder Malaria erkrankt ist. "Das ist die am höchsten entwickelte Einrichtung, die es im Moment gibt - und die gibt es nur hier", erklärte Oberfeldarzt Roman Wölfel vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr. Die Soldaten unterstützen damit die Hilfsorganisationen in den betroffenen westafrikanischen Ländern, die keine eigenen Testlabore haben. Wann es tatsächlich los geht und wohin der Einsatz der Experten geht, ist noch unklar. "Die Logistik aber ist bereits durchgeplant", sagt Wölfel. "Wir können innerhalb von 48 Stunden abflugbereit sein."

Vereinte Nationen sehen Fortschritte im Kampf gegen die Epidemie

In Westafrika sehen die Vereinten Nationen dagegen vermehrt Fortschritte im Kampf gegen die Seuche. Aktuelle Zahlen deuteten beispielsweise auf weniger Neuinfektionen in Liberia hin, sagte UN-Ebolakoordinator Navarro. Man sei zudem auf einem guten Weg, wie geplant bis Anfang Dezember 70 Prozent aller Erkrankten zu behandeln. Von der geforderten Milliarde Dollar an Hilfsgeldern seien 50 Prozent bereits zugesagt, hieß es weiter. "Aber es ist noch ein weiter Weg bis wir sagen können, dass wir den Ausbruch der Krankheit unter Kontrolle oder gar überstanden haben", erklärte Navarro.

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