Dresden (dpa/sn) - Die Zahl der Anträge wegen vermuteter ärztlicher Behandlungsfehler ist in Sachsen leicht gesunken. Bei der Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen der Sächsischen Landesärztekammer seien im vergangenen Jahr 331 Anträge eingegangen, teilte Kammer am Dienstag mit. Im Vorjahr waren es demnach noch 356. In 197 Fällen sei dem Verdacht weiter nachgegangen worden, 46 Behandlungsfehler wurden registriert. Das entspricht einem minimalen Zuwachs um einen Fall im Vergleich zum Vorjahr.
Die Gutachterstelle ist eine Anlaufstelle für Patienten, die vermuten, von einem Behandlungsfehler betroffen zu sein. Auf Antrag prüfen die Experten Behandlungen und versuchen so zu klären, ob den Ärzten dabei Fehler unterlaufen sind. Nach Möglichkeit strebt die Gutachterstelle in diesem Fall außergerichtliche Einigungen an.