Superspreader und CoronaAchtung, ansteckend

Lesezeit: 3 Min.

Enge Kontakte bergen ein Infektionsrisiko. Kann es helfen, wenn Messgeräte bei zu großer Nähe piepsen?
Enge Kontakte bergen ein Infektionsrisiko. Kann es helfen, wenn Messgeräte bei zu großer Nähe piepsen? Robert Haas

Viele Infizierte geben das Coronavirus gar nicht weiter, während andere Dutzende Menschen anstecken. Was Superspreader von anderen unterscheidet.

Von Berit Uhlmann

SZ bei Google bevorzugen

Wer das Coronavirus in die Hongkonger Bar einschleppte, ließ sich im Nachhinein nicht mehr herausfinden. Auf jeden Fall erkrankten dort zwei Gäste und zwei Mitarbeiter. Als Nächstes - so legt die Rekonstruktion der Ereignisse nahe - trug eine Gruppe Musiker den Erreger in drei weitere Bars. Am Ende waren 106 Menschen infiziert. Sie bilden den größten Cluster, der in der Frühphase der Corona-Epidemie in Hongkong beobachtet wurde. In ihm vereinen sich zehn Prozent aller Fälle, die bis Ende April registriert wurden. Die Daten, die ein internationales Forscherteam nun im Fachblatt Nature Medicine publiziert hat, stehen für ein Phänomen, das in der aktuellen Pandemie immer mehr Aufmerksamkeit erfährt, zuletzt durch den Fall einer Frau, die in Garmisch-Partenkirchen mehr als 20 Menschen angesteckt haben soll. Sie stehen für das Superspreading.

Zur SZ-Startseite

Covid-19-Patientin
:"Ich habe Corona total unterschätzt"

Anneliese Figue war die erste Corona-Patientin in ihrer Gemeinde bei München. Noch Monate später kämpft sie mit den Folgen. Und berichtet schonungslos über den Verlauf ihrer Erkrankung.

SZ PlusVon Michael Morosow

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: