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Corona:Leiden für die Forschung

Coronavirus - Intensivstation

Heftige Symptome bis hin zu Klinikeinweisungen können bei den Probanden nicht ausgeschlossen werden.

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

In Großbritannien wurde eine Studie genehmigt, bei der sich junge Menschen freiwillig mit Corona infizieren lassen. Was erhofft man sich davon?

Von Werner Bartens

Die Zeiten heroischer Selbstversuche in der Medizin sind eigentlich vorbei. Robert Koch injizierte sich 1890 ein Mittel gegen Tuberkulose, Max von Pettenkofer schluckte 1892 Cholera-Vibrionen, und der australischer Mediziner Barry Marshall kippte 1984 ein Gemisch aus Magenbakterien hinunter. Die Probanden wollten Krankheiten besser verstehen oder die Behandlung optimieren - und überlebten. Gelegentlich werden noch Freiwillige infiziert, allerdings meist mit Erkältungsviren oder Erregern, gegen die es bewährte Therapien gibt. Insofern ist es ungewöhnlich, dass in Großbritannien bald ein Versuch beginnt, für den sich bis zu 90 Freiwillige mit Sars-CoV-2 infizieren lassen werden.

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