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Seelenleben:Die Stress-Impfung

Regenwolken in Assam

Wer regelmäßig kleinere oder größere Herausforderungen zu bewältigen hat, bleibt im Training, sagen Wissenschaftler.

(Foto: David Talukdar/dpa)

Persönliche Tiefschläge können Traumata auslösen. Oft lassen sie Menschen aber auch wachsen - und geben den Anstoß für neue Prioritäten.

Von Christina Berndt

Der Satz kommt in Predigten vor und gehört zum aufmunternden Repertoire aller liebenden Eltern: "In jeder Krise steckt auch eine Chance." So heißt es oft, wenn Menschen schwierige Situationen bewältigen und Herausforderungen meistern müssen. Die Vorstellung hat etwas Tröstliches, und sie wird nicht zufällig so häufig wiederholt. Schließlich bildet sie eine verbreitete Lebenserfahrung ab. Krisen schütteln einen Menschen durch, sie lösen Trauer aus oder Verzweiflung, aber sie bieten oft auch die Gelegenheit, dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben oder sich stärker auf Dinge zu fokussieren, die wirklich wichtig sind. "Viele Menschen entdecken in der Krise plötzlich Stärken in sich und wachsen ein Stück weit über sich hinaus - das ist ein Grundpfeiler unserer psychischen Widerstandskraft, der Resilienz", sagt Klaus Lieb, Professor für Psychiatrie an der Universität Mainz und Vorstand des Deutschen Resilienz-Zentrums.

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