Christian Drosten:"Warum hat er mich nicht einfach mal angerufen?"

Lesezeit: 7 min

Christian Drosten leitet die Virologie der Berliner Charité. (Foto: imago images/Political-Moments)

Ein Hamburger Physiker behauptet, Experten verschleierten bewusst den Ursprung von Sars-CoV-2, darunter auch Christian Drosten. Was der Charité-Virologe zu diesen Vorwürfen sagt.

Interview von Hanno Charisius

In Interviews mit dem Magazin Cicero und der Schweizer Tageszeitung NZZ breitete der Hamburger Physiker Roland Wiesendanger in der vergangenen Woche seine Spekulationen aus: Das Coronavirus Sars-CoV-2 stamme aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan. Er wirft dem Charité-Virologen Christian Drosten bewusste Irreführung und Vertuschung vor. Als Mitglied einer Expertenrunde, die vom US-amerikanischen Präsidentenberater Anthony Fauci angeregt wurde und sich Anfang Februar 2020 per Schaltkonferenz traf, soll Drosten dazu beigetragen haben, den vermeintlichen Labor-Ursprung zu verschleiern. Belege für die Behauptung gibt es keine. Die meisten Expertinnen und Experten halten einen Ursprung des Virus aus dem Tierreich für deutlich plausibler.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusCoronavirus
:Lockern oder Lockdown?

Täglich kommen mehr mit Omikron Infizierte ins Krankenhaus. Modellrechnungen zeigen, wie sich die Welle in den nächsten Wochen entwickeln könnte. Sie geben Grund zur Hoffnung.

Von Christina Berndt, Jonas Jetzig, Berit Kruse, Sören Müller-Hansen, David Wünschel

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: