Großbritannien:"Ein gefährliches und unethisches Experiment"

Lesezeit: 3 min

Fußball-EM 2021: Fußballfans feiern in England

Als ob es Sars-CoV-2 nicht gäbe: Fußballfans feiern in London.

(Foto: REUTERS)

Boris Johnson will nahezu alle Corona-Schutzmaßnahmen fallen lassen, obwohl die Delta-Variante in seinem Land grassiert. Mehr als hundert Wissenschaftler warnen davor, dass eine Generation mit chronischen Gesundheitsproblemen zurückbleibt.

Von Berit Uhlmann

Man muss es wohl als englisches Understatement verbuchen, wenn Trisha Greenhalgh, Gesundheitswissenschaftlerin der Universität Oxford, die aktuellen Corona-Pläne ihrer Regierung als "keine sehr gute Politik" bezeichnet. In einer eilig einberufenen und als "Notfall-Gipfel" bezeichneten Pressekonferenz wandte sich Greenhalgh gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern gegen das Vorhaben von Premier Boris Johnson, am 19. Juli in England nahezu alle Schutzmaßnahmen gegen Sars-CoV-2 fallen zu lassen. Ab jenem Datum, das die Regierung feierlich "Tag der Freiheit" nennt, sollen Masken und Abstandsregeln passé sein; Clubs und letzte Unternehmen wieder öffnen dürfen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Antithrombose-Mittel
Gerinnungshemmer können im Notfall gefährlich werden
Altersunterschiede in der Liebesliteratur
Die freieste Liebe
Das stumme Mädchen
Internet
Das stumme Mädchen
Woman  holds on to a sore knee after jogging; Knie Schoettle MAgazin Interview
Gesundheit
"Eine gute Beweglichkeit in der Hüfte ist das Beste für Ihr Knie"
Covid-19
30 Jahre alt - und das Immunsystem eines 80-Jährigen?
Zur SZ-Startseite