MedizinCannabis: Kaum ein Wirknachweis für die seelische Gesundheit

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Seit 2024 fallen Cannabisblüten und -Extrakte nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz.
Seit 2024 fallen Cannabisblüten und -Extrakte nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz. Fabian Sommer

Viele Menschen wollen psychische Leiden mit Produkten aus der Hanfpflanze lindern. Nun zeigt eine große Auswertung, wie dünn die Evidenz dafür ist – und welche Risiken es gibt.

Von Berit Uhlmann

Um zu verdeutlichen, wie entmutigend die Erkenntnisse zum Nutzen von Cannabis bei psychischen Erkrankungen sind, lohnt der Blick auf das, was Forschende noch am aussichtsreichsten finden. Medizinisches Cannabis kann vermutlich lindern, was Cannabis überhaupt erst verursacht hat: eine Abhängigkeit von dem Rauschgift aus der Hanfpflanze. Die Mischung aus den Inhaltsstoffen Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) könne Entzugssymptome mildern, heißt es in einem neuen Überblicksartikel in der Fachzeitschrift Lancet Psychiatry. Medizinalcannabis wirke in dem Fall so ähnlich wie Methadon bei einer Opioidsucht, erklärt Hauptautor Jack Wilson von der University of Sydney in einer Pressemitteilung.

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