Drogenpolitik:Legal kiffen: Die Gesundheit gewinnt kaum

Drogenpolitik: Nachdem Cannabis im Oktober 2018 in Kanada legalisiert wurde, herrschte Andrang vor den Läden wie hier in Montreal vor dem Shop der Société québecoise du cannabis (SQDC).

Nachdem Cannabis im Oktober 2018 in Kanada legalisiert wurde, herrschte Andrang vor den Läden wie hier in Montreal vor dem Shop der Société québecoise du cannabis (SQDC).

(Foto: Martin Ouellet-Diotte/AFP)

Seit fünf Jahren ist Cannabis in Kanada frei erhältlich. Die ersten Erfahrungen zeigen: Der Konsum unter Jugendlichen bleibt hoch. Was bedeutet das für Deutschland?

Von Berit Uhlmann

War den kanadischen Tierärzten klar, dass die Folgen der Cannabis-Legalisierung so deutlich bis in ihre Sprechzimmer reichen würden? Immer mehr Katzen, Leguane, Frettchen, Kakadus, Pferde und vor allem Hunde wurden zu ihnen gebracht, im Bauch die versehentlich gefressenen Marihuana-Vorräte ihrer Halter. Die Mediziner konnten dann erleben, wie so ein Pudel auf Marihuana aussieht: "Die Symptome reichten von Harninkontinenz, bei der das Tier überall hinpinkelt, über Ataxie, also bewegungsbezogene Probleme, bis hin zu Hyperästhesie, bei der die Tiere eine erhöhte Empfindlichkeit der Sinne zeigen", sagte Jibran Khokhar vom Ontario Veterinary College kanadischen Medien. Er hatte in einer Erhebung unter fast 200 kanadischen Veterinären erfahren, dass sie mehr Cannabis-Notfälle bei Tieren erlebten, seit die Droge vor fünf Jahren legalisiert wurde.

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