Cannabis-Abhängigkeit Wie der Cannabis-Entzug funktioniert

Wie kann eine Therapie Betroffenen dabei helfen?

Nach der ersten Entgiftung, die man mit gesunder Ernährung, frischer Luft und viel Flüssigkeit gut übersteht, ist die psychische Abhängigkeit nach wie vor da und muss behandelt werden. Wichtig ist vor allem, dass sich das Freizeitverhalten ändert. Je nach Schwere der Abhängigkeit kann hier eine ambulante oder auch stationäre Therapie helfen. Dort findet dann Einzel- und Gruppentherapie statt. Im Anschluss daran empfehlen wir den Patienten eine ambulante Nachsorge oder auch eine Selbsthilfegruppe.

Wer kommt für eine solche Behandlung auf?

Im Normalfall zahlt die Rentenversicherung für die Therapie, denn es geht ja darum, eine Berufsunfähigkeit zu verhindern. Bei Schülern zahlen dagegen meist die Krankenversicherungen, wobei allerdings private Krankenversicherungen oft Suchttherapien von ihren Leistungen ausschließen.

Wie weit kann sich der Körper von den Folgen wieder erholen?

Wenn es durch den Cannabis-Konsum zu keinen psychischen Erkrankungen kam, was selten ist, dann regeneriert sich der Körper in ähnlichen Zeiträumen wie bei Rauchern.

Wenn Betroffene oder auch deren Eltern einen problematischen Umgang mit Cannabis bemerken, an wen können sie sich dann wenden?

Am besten natürlich an Suchtberatungsstellen, die es in ganz Deutschland gibt. Eltern fällt dieser Weg allerdings oft sehr schwer. Viele kommen erst, wenn es bereits massive Probleme in der Schule oder der Familie gibt. Leichter ist es deshalb, wenn Eltern schon früh Elternabende und Schulprojekte zur Suchtprävention besuchen und sich dort Informationen holen. Dort ist die Hemmschwelle niedriger.

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