Der Ort, an dem sich die Viren verbreiten, und der Ort, an dem man sie bekämpft, liegen keinen Steinwurf voneinander entfernt. Die Lagoa do Porangabussu ist ein stehendes, mit Nährstoffen angereichertes Gewässer, dessen schlecht gepflegte Infrastruktur heillos überfordert ist mit dem massiven Wachstum der Metropole Fortaleza im Nordosten Brasiliens. Drumherum finden sich kleine Favelas, ungeordnete und ungeplante Siedlungen. Das Abwassersystem funktioniert unzureichend, und so finden sich um die Lagoa zuhauf trübe Pfützen und unbewegte Wasserläufe. Was das bedeutet, merkt man nach wenigen Minuten: Es kratzt und juckt, der Besucher wird zum Festmahl. Allerorten sind Mücken. Auch mitten am Tag in sengender Hitze stechen einige zu, insbesondere die der Gattung Aedes aegypti, der ägyptischen Tigermücke. Sie überträgt eine Vielzahl von Viren auf den Menschen, die Krankheiten auslösen. Vor allem sind es immer neue Krankheiten.
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Brasilien leidet unter der größten jemals ausgebrochenen Dengue-Epidemie. Längst hat das potenziell tödliche Virus auch Europa erreicht. Warum es so schwer ist, sich vor dem Erreger zu schützen.
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