Medizin:Das Geschäft mit dem perfekten Lächeln

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"Aligner" heißen die neuen Zahnschienen, zu Deutsch: Ausrichter. (Foto: becon/Getty Images)

Zahnschienen aus dem Internet für Erwachsene liegen im Trend. Sie versprechen gerade Zähne - und dies durch eine weitgehend digitale Behandlung. Was sagen Mediziner und Verbraucherschützer dazu?

Von Nina Himmer

"Lächle doch mal richtig!" Für Natalie Sapir war dieser Satz immer ein Schreckgespenst. Unzählige Male hat sie ihn gehört, bei jedem blöden Foto, das jemand von ihr machen wollte. "Aber ich habe mir schon vor langer Zeit abgewöhnt, mit geöffneten Lippen zu lächeln", sagt die 32-Jährige. Der Grund dafür sind die Frontzähne in ihrem Oberkiefer. Sie stehen schief, sind eher groß und haben eine leichte V-Form. Schon als Kind hat sie das gestört, eine Zahnspange bekam sie trotzdem nicht. "Es haben ein paar Millimeter gefehlt, damit die Kasse das gezahlt hätte. Und meine Eltern fanden es nicht so schlimm", erzählt sie. Ihr aber setzten "die Hasenzähne" derart zu, dass sie schon als Teenager beschloss: Sobald ich genug Geld habe, lasse ich meine Zähne richten. Und so bekam sie als Studentin mit Mitte 20 ihre ersten Schienen beim Zahnarzt.

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