MedizinADHS-Medikamente verringern Risiko für Suizid, Kriminalität und Unfälle

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Arzneimittel wie Ritalin und Medikinet sind keine Allzweckwaffen gegen ADHS, aber wenn die Diagnose sorgfältig gestellt ist, können sie eine große Hilfe sein.
Arzneimittel wie Ritalin und Medikinet sind keine Allzweckwaffen gegen ADHS, aber wenn die Diagnose sorgfältig gestellt ist, können sie eine große Hilfe sein. (Foto: Lina Moreno/SZ; Imago)

Eine große Studie aus Schweden zeigt: Wenn Patienten mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom Medikamente bekommen, wirkt sich das günstig auf viele Aspekte ihres Lebens aus. Trotzdem muss sorgfältig abgewogen werden, wer behandelt wird.

Von Christina Berndt

Medikamente zur Behandlung von ADHS waren in Deutschland lange Zeit sehr umstritten und sind es zum Teil immer noch. Kinder sollten damit ruhiggestellt werden, heißt es mitunter, die Arzneien würden viel zu häufig verschrieben und könnten zudem schwere Nebenwirkungen haben. Eltern, deren Kinder Medikamente gegen ihre Hyperaktivität und die reduzierte Aufmerksamkeit bekommen, sind deshalb oft besorgt. Doch nun zeigt eine Analyse, wie segensreich die Behandlung sein kann, wenn Menschen an ADHS leiden – und zwar über die reine Reduktion der Symptome hinaus. Denn die Behandlung senkt das Risiko für suizidales Verhalten, Drogenmissbrauch, Kriminalität und Verletzungen im Straßenverkehr.

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