Ständig fliegt das Denken davon, die Konzentration bei der Sache zu halten, kostet enorme Kraft. Täglich wird dieser Kampf neu ausgefochten und sorgt für eine Niederlage nach der anderen. Handelt es sich vielleicht doch um ADHS? Diese Idee drängt sich rasch auf: Die sozialen und klassischen Medien sind voll mit Inhalten über die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Überhaupt ist das Thema psychische Gesundheit allgegenwärtig. Und das könnte Nebenwirkungen haben: Wissenschaftler um Gloria Mittmann von der Karl-Landsteiner-Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften haben im International Journal of Clinical and Health Psychology eine Studie publiziert, die darauf hindeutet, dass gerade junge Menschen immer häufiger mit einer selbstgestellten Diagnose in Praxen kommen und dort vor allem Bestätigung suchen.
Psychologie„Manchmal scheinen psychische Diagnosen wie ein Statussymbol zu wirken“
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Immer mehr Menschen kommen mit einer fertigen Selbstdiagnose zum Therapeuten. Die Forscherin Gloria Mittmann über Erwartungen, Diagnose-Shopping und die Frage, warum ausgerechnet ADHS und Autismus so begehrt sind.
Interview von Sebastian Herrmann
