Wie Restaurants Verbraucher täuschenVon Formfleisch bis Fischabfall

Selbstgemacht oder aus der Dose? Die Speisekarte verspricht Verführerisches, doch Kellner servieren oft nur günstige Ersatzstoffe. Verbraucherschützer fordern Aufklärung, was in Restaurants wirklich auf dem Teller landet.

Die Verbraucherzentrale Hamburg fordert Aufklärung für die Kunden: Sie müssten auf der Speisekarte sofort erkennen können, ob das Gericht selbstgemacht oder aus Fertig- und Ersatzstoffen zubereitet wurde. Deswegen machten sie Stichproben und sammelten die häufigsten Beschwerden von Kunden: Wo wird selbst gekocht? Bei welchen Gerichten werden Verbraucher häufig getäuscht? Die Ergebnisse haben sie in einer PDF-Datei veröffentlicht. Hier einige Beispiele in der Übersicht.

Hier lautet der Verdacht der Verbraucherschützer: Dosensuppe. Sie unterscheidet sich von der hausgemachten Gulaschsuppe in Konsistenz und Geschmack: Sie ist dickflüssiger und schmeckt stark aromatisiert. Statt echter Gewürze enthält sie oft Geschmacksverstärker. Diese müssen auf der Speisekarte für den Kunden kenntlich gemacht sein, fordert die Verbraucherzentrale. Für den Koch ist das Fertigprodukt außerordentlich praktisch, er muss die Suppe lediglich erhitzen.

Bild: Verbraucherzentrale Hamburg 22. Mai 2012, 10:352012-05-22 10:35:58 © Süddeutsche.de/sana/bbr/lala