Folgen der Abwertung einer WährungVorsicht, wenn die Drachme droht

Die Griechen sparen und sparen und kommen doch nicht voran: Der Blick zu den türkischen Nachbarn zeigt, wie die Abwertung der eigenen Währung einem Land helfen kann. Doch die Risiken sind groß - gerade für ein Euro-Land.

Griechenland kommt kaum voran. Die bisherigen Sparbemühungen reichen nicht aus. Die Schuldenquote des Landes, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, steigt in diesem Jahr noch weiter an, die Wirtschaft schrumpft noch schlimmer als befürchtet.

Jetzt haben die Griechen nur eine Möglichkeit, um für Touristen oder ausländische Abnehmer billiger zu werden: Sparen und Löhne drücken. Doch da ist der Spielraum begrenzt - die Bevölkerung läuft Sturm.

Das alles wäre nicht so schlimm, wenn die Griechen noch ihre Drachme hätten, sagen manche Ökonomen. Denn dann könnte das hoch verschuldete Land sein Geld entwerten und damit billig werden. Eine schwache Währung kann wie ein gigantisches Konjunkturprogramm sein. Davon profitiert derzeit beispielsweise die Türkei. Doch eine Abwertung birgt viele Gefahren.

Was eine schwache Währung bewirken kann - eine Übersicht.

Bild: AFP 21. September 2011, 16:382011-09-21 16:38:04 © sueddeutsche.de/kahe