2 Ältere rechnen häufiger um

Die Quote derer, die noch in D-Mark umrechnen, steigt kontinuierlich mit dem Lebensalter. Die Haupterkenntnis von Gebert: "Unter 30-Jährige rechnen fast nie in Mark um, bei den 30- bis 40-Jährigen geht es dann los."

Häufig sei es abhängig von der Bildung. Je gebildeter, umso weniger greifen die Leute auf die D-Mark zurück. "Bei den über 80-Jährigen ist es ganz auffällig, sie sagen sogar meist Mark, wenn sie den Euro meinen", hat Gebert erkannt.

Kollege Kiell hat eine entwicklungsgeschichtliche Erklärung dafür: "Mit zunehmendem Alter sinkt zwar nicht die Fähigkeit, Neues zu lernen, aber die Motiviation, sich mit Neuem auseinanderzusetzen", sagt er. Junge Menschen sind nach den Lehren der Evolution aufgeschlossener für Neues, weil sie sich ihren Platz in der Gesellschaft sichern müssen, um Nachkommen in die Welt zu setzen.

"Ist die Weitergabe des genetischen Materials abgeschlossen, geht es mehr um das Hüten und Bewahren, um Sicherheit, deshalb sind ältere Menschen automatisch weniger dafür aufgeschlossen, sich umzustellen", sagt Kiell.

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19. April 2008, 11:092008-04-19 11:09:00 ©