WährungsumstellungDie D-Mark im Kopf

Ein Finanzpsychologe sagt: "Wer heute noch umrechnet, macht es sein Leben lang." Zehn Thesen, warum sich die Deutschen so schwertun, ihre alte Währung zu vergessen.

Die Szene im Restaurant spielt sich regelmäßig ab. Der Münchner Thomas N. sitzt vor der Speisekarte und sagt nach einiger Zeit des nachdenklichen Lesens: "Bah, ist das teuer. 4,50 Euro für ein Glas Wein. Das sind ja neun Mark." Er beschließt darauf, ein Bier für 3,50 Euro zu bestellen, ahnend, dass er damit nicht viel besser fährt. Schließlich sind das sieben Mark.

Vor mehr als sechs Jahren, am 1. Januar 2002, wurde der Euro als Bargeld eingeführt, und noch immer rechnen viele Deutsche in D-Mark um - egal, ob im Restaurant, beim Bäcker oder beim Autokauf. Warum ist das so? Wirtschafts- und Finanzpsychologen haben sich darüber Gedanken gemacht. Die SZ fasst ihre Erkenntnisse in zehn Thesen zusammen. Von Harald Freiberger

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19. April 2008, 11:092008-04-19 11:09:00 ©