Süddeutsche Zeitung

Währungskrise: Klamme Euroländer:Hilfe aus dem Reich der Mitte

Etliche Euro-Staaten müssen um ihre Zahlungsfähigkeit fürchten. Doch nun eilt Hilfe herbei - in der Person des chinesischen Vizepremierministers Wang Qishan.

Reisen nach China sind für westliche Politiker häufig heikel, weil die Menschenrechtslage in der Volksrepublik oft irgendwie auf der Agenda steht. Doch mit diesem Problem musste sich der hohe Besuch aus Brüssel dieses Mal nicht herumschlagen - ging es doch vorrangig um wirtschaftliche Themen. Und die erfreuliche Botschaft der Gastgeber lautet: China unterstützt die Stabilisierungsmaßnahmen der Europäischen Union und wird einigen EU-Mitgliedsstaaten bei der Überwindung der Schuldenkrise helfen. Das sagte der chinesische Vizepremierminister Wang Qishan beim dritten chinesisch-europäischen Wirtschafts- und Handelsdialog in Peking.

Gern vernommen haben dürften das Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia, Handelskommissar Karel De Gucht und der Wirtschafts- und Wettbewerbskommissar Olli Rehn, die sich in den fernen Osten aufgemacht hatten.

Wang Qishan sagte, China und die EU sollten ihre Zusammenarbeit verbessern, um gemeinsam für ein robustes, nachhaltiges und ausgewogenes Wachstum zu arbeiten. In seine umstrittene Währungspolitik will sich der fernöstliche Wirtschaftsriese aber nicht hereinreden lassen. In der Diplomatensprache hieß das: China werde an seiner vorsichtigen Währungspolitik festhalten, um ein stetiges und relativ schnelles Wirtschaftswachstum beizubehalten. Die EU ist Chinas wichtigster Handelspartner, China ist der zweitgrößte Markt für die EU.

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