Rolf-E. Breuer war von 1997 bis 2002 Vorstandssprecher. Er formte die Deutsche Bank durch Umstrukturierung und Übernahmen zu einem der größten Institute der Welt. 18,5 Milliarden D-Mark etwa war ihm die Übernahme der US-Investmentbank Bankers Trust wert. In die Negativschlagzeilen geriet Breuer aber bei der Krise des Holzmann-Konzerns und der geplatzten Übernahme der Dresdner Bank. Zudem muss sich Breuer seit Jahren gerichtlich mit dem Medienunternehmer Leo Kirch auseinandersetzen. Kirchs Vorwurf: Breuer habe den Zusammenbruch der Kirch-Gruppe herbeigeführt, weil er sich 2002 in einem Interview kritisch über Kirchs Zahlungsfähigkeit geäußert hatte. 2006 entschied der Bundesgerichtshof, dass die Bank und Breuer grundsätzlich für Schäden haften müssten, die der Kirch-Gruppe durch das Interview entstanden waren. Unter anderem wegen dieses Urteils legte Breuer 2006 seinen Aufsichtsratsvorsitz nieder.

Bild: picture-alliance/ dpa 12. Juli 2011, 10:262011-07-12 10:26:29 © sueddeutsche.de/lom/luk/aum