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Vier Szenarien für die Euro-Rettung:So! Nein, so! Nein, so!

Sanfte Umschuldung? Haircut? Oder Rauswurf aus der Eurozone? Ökonomen und Politiker streiten, wie sich die Gemeinschaftswährung noch retten lässt. Nun bringen die "Fünf Weisen" eine neue Variante ins Spiel. Ein Überblick über die Ideen - und die Widerstände dagegen.

Unmittelbar vor dem Euro-Gipfel am Donnerstag wächst der Druck auf Europas Politiker, einen Befreiungsschlag zu wagen. Die fünf deutschen "Wirtschaftsweisen" dringen in einem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf einen Schuldenerlass für Griechenland. Die Ökonomen Beatrice Weder di Mauro, Wolfgang Franz, Christoph Schmidt, Peter Bofinger und Lars Feld, die den Sachverständigen Rat bilden, regen "für Irland und Portugal vergleichbare Umschuldungsprogramme" an. Außerdem gelte es, eine Ansteckung Italien und Spanien abzuwenden. "Letztlich wird sich die Gefahr der Ansteckung nur durch eine entschlossene und gemeinsame Aktion der Regierungen der Eurozone und der EZB bannen lassen", schreiben die fünf Weisen.

Griechenland-Hilfe

Griechenland sitzt in der Schuldenfalle. Manche Ökonomen befürchten Ansteckungsgefahr für Italien und Spanien. Mehrere Lösungsvorschläge werden diskutiert.

(Foto: dpa)

Die Zeit drängt: In Scharen ziehen Anleger Kapital aus schlingernden Staaten ab. Athen müsste heute 42 Prozent Rendite bieten, um sich für nur zwei Jahre Geld zu borgen. Gefordert ist also ein "Plan B". Die zentrale Frage dabei heißt: Wie lässt sich die Schuldenlast Griechenlands senken? Politiker suchen nach einer Therapie, die möglichst wenig weh tut - und dennoch wirkt. Ökonomen wie die fünf Weisen sind nicht überzeugt von der sanften Methode: Sie fordern immer öfter rigorose Einschnitte. Die SZ zeigt, welche Ideen auf dem Tisch liegen - und welche Widerstände es dagegen gibt.

Historische Staatspleiten

Wenn dem Staat das Geld ausgeht