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US-Notenbank:Fed will US-Staatsanleihen aufkaufen

Die amerikanische Notenbank Fed lässt den US-Leitzins unverändert niederig und kündigt an, langlaufende Staatsanleihen aufkaufen, um das Finanzsystem zu stützen.

Die US-Notenbank ist bereit langlaufende US-Staatsanleihen aufzukaufen um das Finanzsystem, die Kreditmärkte und damit indirekt die Konjunktur zu stützen. Das teilte die Federal Reserve (Fed) nach einer Sitzung des Offenmarktausschusses in Washington mit.

Will auch Staatsanleihen kaufen, um die Rezession zu lindern: Fed Chef Ben Bernanke.

(Foto: Foto: Reuters)

Der US-Leitzins bleibt weiter auf einem historischen Tiefstand. Angesichts der schweren Wirtschaftskrise bestätigte die amerikanische Notenbank am Mittwoch erwartungsgemäß ihre Zinsspanne zwischen Null und 0,25 Prozent. In einer beispiellosen Entscheidung hatte die Federal Reserve diesen Zielkorridor Mitte Dezember vorigen Jahres festgelegt.

Die Konjunktur habe sich seit Mitte vorigen Monats weiter abgeschwächt, teilte die Fed weiter mit. Die Industrieproduktion, Baubeginne und der Arbeitsmarkt seien auf Talfahrt. Verbraucher und Firmen hielten sich mit Ausgaben zurück, die weltweite Nachfrage schrumpfe. Haushalte und Unternehmen hätten weiterhin nur schwer Zugang zu Krediten, heißt es in der Mitteilung. Möglicherweise sei im Laufe des Jahres mit einer "schrittweisen Erholung" zu rechnen.

Die Notenbank will weiter "alle verfügbaren Instrumente" einsetzen, um für nachhaltiges Wachstum und Preisstabilität zu sorgen. Dazu zähle neben den laufenden Kreditprogrammen, auch weiterhin große Mengen unter anderem von hypothekenbesicherten Wertpapieren zu erwerben. Sollten es den privaten Kreditmärkten nutzen, wolle die Federal Reserve auch langfristige Staatsanleihen kaufen.