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Tipps für Verbraucher:So tricksen die Baumärkte

Der Baumarkt ist für manche ein großer Spielplatz, für andere ein Albtraum. So oder so: Ein Test des NDR zeigt, dass Kunden genau hinschauen sollten, was sie dort kaufen. Ansonsten zahlen sie kräftig drauf. Aber: Es gibt auch erfreuliche Ausnahmen.

Etwa 4500 Bau- und Heimwerker-Märkte gibt es in Deutschland, Millionen Kunden kaufen die Artikel der großen Ketten. Den größten Umsatz macht Obi mit etwa 6,7 Milliarden Euro im Jahr. Doch wie viel Wert legen die Baumärkte auf den Service für die Verbraucher?

Tests des NDR zeigen, dass die Beratung in Baumärkten oft zu wünschen übrig lässt, sich in manchen Baustoffen gesundheitsschädliche Stoffe befinden und Kunden Eigenmarken kritisch prüfen sollten. Getestet wurden Obi, Bauhaus, Hornbach und Max Bahr. Die wichtigsten Ergebnisse:

Schlecht beraten

Zusammen mit einem Tischlermeister wurden die vier Baumarkt-Ketten darauf getestet, wie gut Kunden beraten werden, wenn sie etwa einen Pflanzentisch bauen wollen. Kriterien waren: Welches Material wird ihnen verkauft, wie ist es zugeschnitten und wie gut ist die Beratung? Außerdem im Test: Akkuschrauber, jeweils die Baumarkt-Eigenmarke.

Das Ergebnis: In den meisten getesteten Baumärkten lässt die Beratung eher zu wünschen übrig. Häufig musste lange nach Mitarbeitern gesucht werden, oft war das Personal auch schlecht geschult. Das führte etwa dazu, dass der Zuschnitt des Holzes für den Tisch in einem der Baumärkte nicht stimmte. Außerdem wurden teilweise die falschen Schrauben verkauft - manche waren zu kurz, andere zu lang. Der Kunde sollte also möglichst genau wissen, wonach er sucht und in welcher Qualität er sich das Produkt wünscht. Bei Hornbach waren Beratung und Service gut.