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Tipps für Verbraucher:Die größten Werbelügen

Die Kunden glauben doch alles: Dass der Ein-Euro-Laden wirklich günstig ist. Dass ein Waschmittel viel besser als das der Konkurrenz wäscht. Und dass das Angebot im Teleshop einzigartig ist. Doch hält die Werbung, was sie so kess verspricht?

Klappern gehört zum Handwerk. Wer verkaufen will, muss werben. Ärgerlich wird es aber, wenn die Werbung die Verbraucher für dumm verkauft. Oder wenn Prominente mit ihrem Namen für Dinge werben, die sie selber ansonsten kritisch sehen. Beispiele im Überblick - in Kooperation mit dem NDR.

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Tipps für Verbraucher

Die größten Werbelügen (Trailer zur Sendung im NDR, Montag 26.3., 21 Uhr)

Es sieht so schön aus - und hört sich so gut an: Das einzigartig saubere Auto, das unvergleichliche Waschmittel, das unglaubliche Angebot im Teleshop - und der unfassbar günstige Ein-Euro-Laden. Doch hält die Werbung, was sie so kess verspricht?

Ein-Euro-Shops - von wegen günstig

Sie heißen Tedi, Euro-Shop oder Mäc-Geiz. Sie bieten ihre Waren zu Tiefstpreisen an, ab einen Euro je Artikel - und sie boomen. Die Billigketten sind die wahren Gewinner der Krise, mit inzwischen Tausenden von Filialen in ganz Deutschland. Ihre Werbebotschaft ist klar: Kaufen kostet fast nichts.

Doch sind die Artikel wirklich so günstig, wie der werbewirksame Preis von einem Euro vorgaukelt? Wer die Artikelpreise einer Billigkette mit den Preisen in normalen Drogeriemärkten vergleicht, erhält manch überraschendes Ergebnis: Ein Euro kann ganz schön teuer sein, auch wenn er im Billig-Gewand daherkommt. In einem Test des NDR wurden unter anderem die Preise für Gefrierbeutel, Taschentücher, Alufolie, Wattestäbchen oder Müllbeutel gegenübergestellt. Das Resultat: Der normale Drogeriemarkt war deutlich günstiger als sein vermeintlicher Billig-Konkurrent.

Doch wie schaffen es die Ein-Euro-Läden, preiswert zu wirken, ohne preiswert zu sein? Eine Erklärung dafür hat der Werbepsychologe Johannes Schneider: "Niemand weiß was eine Packung Wattestäbchen oder eine Rolle Alufolie kostet. Wenn man das in einem Ein-Euro-Shop sieht, hat man automatisch das Gefühl, es billiger zu bekommen, weil man den Referenzpreis gar nicht kennt." Hinzu kommen oftmals unterschiedliche Packungsgrößen, die einen Preisvergleich ebenfalls erschweren.

Hinweis: Die Sendung Die größten Werbelügen ist am Montag, 26. März um 21 Uhr im NDR-Fernsehen zu sehen - direkt im Anschluss an das Verbrauchermagazin Markt.

Waschmittelwerbung oder die Kunst, sauberer zu sein als rein