Tipps für Konsumenten Salz ist nur Salz

Dieses rosagefärbte Steinsalz wird auch als Kristallsalz, Ursalz, Alexandersalz oder ayurvedisches Zaubersalz angeboten. Was ist dran an den Versprechungen?

(Foto: NDR)

Es soll gegen Gicht, Bluthochdruck und beim Entschlacken helfen. Es soll den körpereigenen Säure-Basen-Haushalt regulieren und viele Mineralstoffe enthalten. Es hat eine rosa Färbung und bereits mehrere Tausend Kilometer Transportweg hinter sich, bevor es bei uns im Essen landet: Himalaya-Salz.

Glaubt man den Versprechungen, ist dieses rosagefärbte Steinsalz, das auch als Kristallsalz, Ursalz, Alexandersalz oder ayurvedisches Zaubersalz angeboten wird, eine wahre Wunderwaffe gegen diverse Zivilisationskrankheiten. Doch was ist dran an den Versprechungen? Und vor allem: Was ist drin in diesem "Wundersalz"? Um gleich mit einem Missverständnis aufzuräumen. Das hierzulande angebotene Himalaya-Salz kommt überwiegend nicht aus dem Himalaya, sondern aus einer Salzmine in Pakistan oder aus polnischen Salzminen.

Die besondere Rosa-Färbung hat das Salz Eiseneinschlüssen zu verdanken. Und ob das Himalaya-Salz die versprochenen positiven Wirkungen auf die Gesundheit hat, konnte bislang wissenschaftlich nicht belegt werden.

Tatsächlich haben Untersuchungen ergeben, dass das "Himalaya-Salz" wie andere Steinsalze zu 97 bis 98 Prozent aus ganz gewöhnlichem Natriumchlorid (Salz) besteht. Es hat sich außerdem gezeigt, dass im "Himalaya-Salz" zwar etwas mehr Mineralstoffe vorkommen als im gewöhnlichen Speisesalz. Jedoch sind die Mengen so gering, dass sich daraus keine positiven Effekte auf die Gesundheit nachweisen lassen. Salz ist eben Salz.

Doch der Kunde muss für das Salz aus pakistanischen oder polnischen Minen ordentlich zahlen. Außerdem haben wegen der weiten Transportwege Verbraucherorganisationen dem "Himalaya-Salz" die Umweltnote "ungenügend" gegeben.