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Tabakindustrie plant Preiserhöhung:Zigaretten sollen teurer werden

Luxusgut Glimmstengel: Zehn Cent mehr pro Zigarettenpackung müssen Raucher nach einem Medienbericht demnächst berappen - die Preiserhöhung soll offenbar schon zum Jahreswechsel greifen. Tabak zum Selbstdrehen wird sogar um bis zu zehn Prozent teurer.

Es könnte ein Anreiz für Raucher sein, den Glimmstengeln in 2012 tatsächlich abzuschwören: Nach einem Bericht der Bild-Zeitung plant die Tabakindustrie schon zum Jahreswechsel eine erneute Verteuerung von Zigaretten und offenem Tabak. Die letzte Preiserhöhung hatte es erst im Frühjahr gegeben.

Raucher

Zehn Cent mehr pro Zigarettenpackung wollen viele Tabakkonzerne offenbar ab dem kommenden Jahr verlangen.

(Foto: dpa)

Führende Hersteller hätten den Handel über die bevorstehenden Anhebung der Preise informiert, berichtet das Blatt unter Berufung auf Konzernkreise. Demnach planen mehrere Tabakfirmen, zum Jahreswechsel zehn Cent pro Schachtel aufzuschlagen. Die Standardpackung mit 19 Stück kostet dann künftig fünf Euro, die nächstgrößere 21er-Schachtel 5,50 Euro, die 23er-Einheit sechs 6 Euro und die 28er-XXL-Größe sieben Euro.

Feinschnittprodukte zum Selbstdrehen und -stopfen werden demnach sogar bis zu zehn Prozent teurer.

Die Besonderheit an der aktuellen Preisrunde sei, dass mit British American Tobacco (u.a. Lucky Strike, Pall Mall) erstmals ein namhafter Hersteller ausschere und die Preise "zunächst" nicht anheben will. Der Marketingdirektor des Unternehmens, Arno Lippert, sagte der Online-Ausgabe der Bild-Zeitung: "Hintergrund dieser Entscheidung ist die Tatsache, dass die letzte Steuer- und Preiserhöhung erst acht Monate zurückliegt und sie mit einer Preisanhebung um 20 Cent pro Packung relativ hoch ausfiel." Man sehe deshalb zum jetzigen Zeitpunkt von einer Weitergabe der erhöhten Tabaksteuer an die Konsumenten ab.

Philip Morris wollte die anstehenden Preiserhöhungen auf Anfrage nicht bestätigen.

© sueddeutsche.de/dpa/dapd/Reuters/luk

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