Umfrage Deutsche wollen trotz mickriger Zinsen mehr sparen

  • Viele Deutsche haben sich für 2015 vorgenommen, mehr zu sparen, zeigt eine Umfrage im Auftrag der Norisbank.
  • Deutlich mehr Befragte als noch 2014 wollen zudem Aktien erwerben.

Deutsche wollen mehr sparen

Viele Deutsche wollen im neuen Jahr mehr sparen - trotz niedriger Zinsen. Einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Norisbank zufolge haben sich vier von zehn Befragten vorgenommen, 2015 mehr zu sparen, etwa mit einem Sparbuch. Für seine Verhältnisse viel Geld ausgeben will dann nur noch jeder Fünfte (22 Prozent). 2014 war es noch jeder Zweite.

Eine weitere Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland bestätigt das Fazit: Demnach sagten 60 Prozent der Befragten in Deutschland, dass sie weiterhin regelmäßig sparen wollten. Etwa die Hälfte der Sparer lege zwischen 50 und 200 Euro pro Monat zurück, 39 Prozent sogar noch mehr.

Angst vor Aktien

Aktien gekauft haben demnach in diesem Jahr acht Prozent der Befragten. 2015 wollen dies allerdings 14 Prozent der Befragten tun. Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) sagte zudem, er habe für seine Verhältnisse viel in die Zukunft investiert, in seine Altersvorsorge etwa oder einen Bausparvertrag.

Die Deutschen bleiben also in Bezug auf ihre Finanzen auch in Zeiten niedriger Zinsen konservativ, sie haben offenbar Angst vor dem Risiko. Der Umfrage zufolge legen sie vor allem Wert auf Zuverlässigkeit und Stabilität: Tagesgeld- und Festgeldkonto seien hierzulande immer noch die beliebtesten Geldanlagen.

Warum Geld sparen sich derzeit kaum lohnt

Sparformen haben derzeit meist einen Nachteil: Der Sparer kann dabei Geld verlieren, weil die Inflation höher liegt als der Zinssatz, den es derzeit etwa für Tages- oder Festgeld gibt.

Ein unter Umständen lohnenderer Weg wäre, Geld in Aktien, Anleihen oder Immobilien zu investieren. Allerdings ist damit mehr Risiko verbunden, das die meisten Deutschen, zumindest verdeutlichen dies die Umfragen, nicht eingehen wollen.