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Steuererklärung:Steuerschummeln? Darauf achten Finanzbeamte

Den Weg zur Arbeit künstlich verlängern? Das Kinderzimmer zum Arbeitsraum erklären? Trickser werden bei der Steuererklärung rasch erkannt.

Bei der Steuererklärung gerät so mancher Steuerzahler in Versuchung, seine Schuld beim Fiskus zu drücken. Doch viele beliebte Versuche sind nicht nur rechtswidrig, sondern können auch schnell auffliegen. Denn die Finanzbeamten kennen viele Tricks - und wissen, wie man sie rasch entdeckt.

Steuertricks, Foto: dpa

Kniffe, weniger Steuern zu zahlen, gibt es viele - doch die Finanzbeamten kennen sie.

(Foto: Foto: dpa)

Fahrtkosten

Den Weg zur Arbeit künstlich zu verlängern, um höhere Fahrtkosten abzusetzen, erscheint manchem reizvoll. Doch das Finanzamt kommt dem meist auf die Schliche. Denn mit einem Routenplaner lässt sich die Strecke schnell nachrechnen.

"Kommt dem Sachbearbeiter irgendetwas komisch vor, schaut er im Routenplaner nach", sagt Rainer Haid, Steuerberater bei Ecovis in Nürnberg. Ein Umweg zur Arbeit wird nur anerkannt, wenn die Strecke verkehrsgünstiger und schneller ist.

Die Beamten werden auch schnell stutzig, wenn Steuerzahler mehr als die üblichen rund 220 Arbeitstage pro Jahr angeben. Haid: "Unter Umständen muss sich der Steuerzahler auf konkrete Rückfragen einstellen."