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Steigende Mieten:Münchner Mietpreise liegen 65 Prozent über Durchschnitt

München bleibt ein teures Pflaster

(Foto: Stephan Rumpf)

Ballungsräume sind teuer: 2013 sind die Mieten deutschlandweit erneut gestiegen, besonders in den großen Städten. Ein besonderer Fall ist Berlin.

Die Mieten in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent gestiegen. Das entspreche ungefähr dem Anstieg des Vorjahres 2012 von 1,2 Prozent, teilte das Forschungs- und Beratungsunternehmen F+B mit.

Die Firma wertet die amtlichen Mietspiegel in Deutschland aus. Daran lässt sich ablesen, wie sich die Mieten entwickeln. Mit weitem Abstand die höchsten Mieten wurden 2013 wie schon in den Vorjahren in München bezahlt. Mit einer Kaltmiete von 10,25 Euro je Quadratmeter liegt die bayerische Landeshauptstadt um 65 Prozent über dem deutschen Durchschnitt von 6,21 Euro je Quadratmeter.

Die Ballungsräume Stuttgart, Köln, Frankfurt und Hamburg liegen mit Kaltmieten zwischen 8,18 Euro und 7,53 Euro je Quadratmeter in einigem Abstand zu München auf den folgenden Plätzen. "Das spiegelt die Wohnungsmarktsituation in den Wirtschaftsmetropolen Deutschlands wider", sagte Geschäftsführer Michael Clar. "Ein attraktives Arbeitsplatzangebot zieht mehr neue Wohnungsnachfrager an, der Wohnungsmarkt wird enger und die Mieten steigen."

Günstige Mieten gibt es vor allem in ostdeutschen Großstädten. Erfurt und Jena liegen mit 6,20 Euro je Quadratmeter noch im Durchschnitt. Schwerin und Dresden liegen mit 5,54 und 5,46 Euro deutlich darunter.

Berliner Mieten steigen stark

Ein besonderer Fall ist Berlin. "Vergleichsweise günstig ist das Wohnen in der Hauptstadt. In den westlichen Stadtteilen Berlins kosten Bestandswohnungen momentan im Schnitt 6,03, in den östlichen 5,70 Euro pro Quadratmeter. "Allerdings ist die Größe Berlins zu berücksichtigen. Es gibt hier zum Teil sehr teure Wohnungen zum Beispiel in der Innenstadt, aber auch günstigere am Stadtrand. Der Mittelwert liegt deshalb in einer enormen Mietpreisspanne", so F+B.

Auch wenn Berlin vergleichsweise günstig ist, steigen die Mieten jedoch rasant, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Demnach lag die Preissteigerung in der Hauptstadt 2013 bei 2,6 Prozent.

F+B hat außerdem festgestellt, dass bei Neuvermietungen in Ballungsräumen die Mietsteigerungen oft weit höher liegen als bei den durchschnittliche 1,3 Prozent. Die durchschnittlichen Bestandsmieten werden durch langfristige Mieter stabilisiert, die in der Regel deutlich weniger zahlen als Neumieter. Die Mieten außerhalb von Ballungsräumen steigen hingegen kaum.

© Süddeutsche.de/dpa/sana/bbr
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