Staatsfonds: Dubai investiert in Ruanda Villen im Land der Gorillas

Ein arabischer Staatsfonds will den Tourismus in Ruanda ankurbeln - unter anderem mit Luxus-Herbergen im Virunga-Nationalpark, der Heimat vieler Berggorillas.

Der Staatsfonds Dubai World kündigte am Donnerstag an, in dem kleinen ostafrikanischen Land für 230 Millionen Dollar (knapp 160 Millionen Euro) acht Luxus-Tourismus-Komplexe zu bauen. So soll unter anderem eine Fünf-Sterne-Anlage im Virunga-Nationalpark entstehen, der Heimat Hunderter seltener Berggorillas, wo unter anderem die bekannte US-Zoologin Dian Fossey die Tiere jahrelang beobachtet hatte.

Ein Gorilla im Virunga National Park - in der Nachbarschaft sollen bald Luxus-Tourismus-Komplexe entstehen.

(Foto: Foto: AP)

Außerdem soll in der Hauptstadt Kigali ein Fünf-Sterne-Hotel mit 150 Zimmern entstehen und ein Golfplatz modernisiert werden. Die Arbeiten an den Vorhaben sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Ruanda will mit dem Tourismus die Wirtschaft ankurbeln. Diese leidet immer noch unter den Folgen des Völkermords von 1994 in dem Land, bei dem rund 800.000 Menschen ums Leben kamen. Das ostafrikanische Land setzt dabei vor allem auf die Anziehungskraft seiner Nationalparks. Ruandas Regierung hofft, dass sich die Tourismus-Einnahmen in den kommenden drei Jahren verdreifachen.

Dubai World hat mit mehreren Großdeals im Tourismussektor von sich reden gemacht. Auf der Inselgruppe Sansibar vor Tansania will der Staatsfonds für 150 Millionen Dollar zahlreiche Luxusprojekte verwirklichen. Zudem kaufte Dubai World vor kurzem das Kreuzfahrtschiff Queen Elizabeth 2. Weiter bemüht sich der Fonds, mit Milliardeninvestitionen beim US-Kasinogiganten MGM einzusteigen und will in den kommenden Jahren Luxushotels, Wohnungen und Geschäfte im US-Spielerparadies Las Vegas bauen.

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