Sparsame Häuser:Es rentiert sich

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"Die EnEV soll durch eine Überarbeitung 2009 und 2012 jeweils zu Jahresbeginn verschärft werden", sagt Thomas Kwapich von der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin. Im Schnitt würden die Anforderungen für Neubauten und bestehende Gebäude 2009 um 30 Prozent verschärft. 2012 stehe eine weitere Verschärfung um nochmals 30 Prozent an.

Ebenfalls von Januar 2009 an müssen Hausbesitzer bei Neubauten einen Teil ihrer Wärme aus erneuerbaren Energien produzieren - also mit Solarwärmeanlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen.

"Wer keine erneuerbaren Energien nutzen will, muss alternativ sein Haus deutlich besser dämmen, als es die Energieeinsparverordnung vorschreibt", sagt Jens Knissel vom Institut Wohnen und Umwelt in Darmstadt. Dadurch werde ein geringerer Energiebedarf erreicht. "Bauherren sollten die gesetzlichen Vorgaben möglichst unterschreiten und ein KfW-Energiesparhaus 40 bauen", rät Kwapich.

Hinter den Begriffen KfW-Energiesparhaus 60 oder 40 verbergen sich die Förderrichtlinien der KfW Förderbank. Solche Häuser haben einen Jahres-Primär-Energiebedarf von 60 beziehungsweise 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter.

Auch für Passivhäuser liegt vom Passivhausinstitut in Darmstadt eine genaue Definition vor. Nach dieser hat ein Passivhaus einen sogenannten Jahresheizenergiebedarf pro Quadratmeter (m²a) von höchstens 15 kWh. "Beim Bau eines Zukunftshauses sollten Bauherren - wenn es finanziell möglich ist - ein Passivhaus bauen", rät Knissel. Dieses Konzept sei technisch ausgereift und bereits weit verbreitet.

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