Schimmel Grundsätzliches

Über Beweislast und Beweissicherung der nassen Wände.

Grundsätzlich gilt:

Eine Wohnung mit Schimmel ist mangelhaft. Der Mieter darf deshalb die Miete kürzen. Es sei denn, er hat den Schimmel ins Haus geholt, dann verringert sich sein Anspruch auf Mietminderung. Aber das muss ihm erst einmal der Vermieter beweisen, denn die Beweispflicht hat der Vermieter.

Es reicht nicht, wenn der Vermieter nachweisen kann, dass das Haus nach DIN-Normen des Baujahres gedämmt worden ist. Der Vermieter muss ausschließen:

- Regen dringt in die Wohnung. - Erdfeuchte zieht nach Drinnen. - Feuchtigkeit steckt in neugebauten Wände. - Schlechte Wärmedämmung gleicht Temperaturschwankungen von Außen und Innen nicht aus.

Gibt es keine eindeutige Schuldzuweisung - entweder Baumängel oder Fehlverhalten des Mieters - konnte der Vermieter seine Unschuld nicht beweisen. Der Mieter darf die Miete kürzen.

Tipps zur Beweissicherung

Der Mieter muss lediglich den Schimmel nachweisen. Wie er sich rüsten sollte, um dem Vermieter die Schimmel-Plage zu erklären:

1. Ein Brief informiert den Vermieter.

2. Zeugen (z.B. Nachbarn) bestätigen den Schimmel.

3. Ein Protokoll hält den Wohnungszustand fest.

4. Fotos dokumentieren bildlich die Kolonie.

5. Ein Thermometer misst die Temperatur in der Zimmermitte, einen Meter über dem Boden.

6. Vormieter oder Nachbarn hatten/ haben den gleichen Ärger an den Wänden.