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Private Altersvorsorge:Selbst für eine sichere Rente sorgen

Über die Notwendigkeit privater Altersvorsorge sind sich inzwischen fast alle einig - bei den Konsequenzen aus diesem Wissen hapert's manchmal noch.

Norbert Blüm ist eigentlich arm dran: Heute steht sein Name meist in erster Linie für die "Die Rente ist sicher"-Parole, und was aus der geworden ist, ist bekannt.

Nur 41,9 Prozent der Deutschen legen monatlich Geld für ihren Ruhestand zurück.

(Foto: Foto: DDP)

Nachdem an ihr seitens der Politik lange festgehalten wurde, bedeutete die Rentenreform der Jahrtausendwende einen Paradigmenwechsel.

Denn da hieß es: Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung ist die gesetzliche Rente in der bisher als sicher geltenden Höhe nicht mehr finanzierbar, die Altersbezüge werden sinken.

Konkret reduzierte sich die bis dahin gültige Orientierungsgröße Nettorentenniveau von 70 auf 67 Prozent. Das Nettorentenniveau wurde bestimmt aus dem Verhältnis der verfügbaren Nettorente eines Durchschnittsverdieners nach 45 Beitragsjahren und dem durchschnittlichen Nettoverdienst aller Beschäftigten im Jahr der Rentenberechnung.

Gesetzliche Rente plus private Vorsorge

Die Rentenreform beeinträchtigte im übrigen nicht nur die Höhe des Nettorentenniveaus, sondern auch seinen Orientierungswert. Inzwischen wird mit dem Bruttorentenniveau gerechnet.

Um die Folgen der geringeren zukünftigen Rentenzahlungen etwas abzufedern, führte die damalige Regierung die staatlich geförderte private Altersvorsorge ein. Damit waren Riester-Rente und das große öffentliche Thema "Private Altersvorsorge" geboren.

Ein Einsehen ohne Konsequenzen

Bis dahin gab es zwar auch private Altersvorsorge, von Kapitallebensversicherungen einmal abgesehen interessierte sich die breite Maße der Bevölkerung aber lange eher wenig dafür. Das Vertrauen in die gesetzliche Rente war groß genug.

Inzwischen ist das Thema bei den meisten Menschen angekommen. Allerdings ziehen zum großen Leidwesen von Politikern, Verbraucherschützern und Vertretern der Versicherungs-, Banken- und Investmentbranchen noch immer zu wenige die nötigen Konsequenzen.

Lesen Sie weiter, welche staatlich geförderten Möglichkeiten auf Sie warten.