Prince Kay One:"Zigtausend Euro für eine Uhr? Das ist doch bescheuert!"

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Prince Kay Ones überraschende Erkenntnis: Der ganze Luxus, den Rapper verherrlichen, macht am Ende auch nicht glücklich.

(Foto: imago stock&people)

Das ganze Gerede von Ghetto, Drogen und Diamanten ist doch Quatsch: Prince Kay One spricht über das Leben in der Rapper-Szene - und über die Mühsal des Geldverdienens in der Musikbranche.

Von Malte Conradi und Alexander Hagelüken

Das erste Treffen fällt aus, weil der Rapper und 500 PS im Stau stehen. Muss wohl so sein, denkt man, einer wie Prince Kay One muss ja darum kämpfen, auch mal als einer von den harten Rappern angesehen zu werden. Erfolg hat er, der 31-jährige, der im normalen Leben Kenneth Glöckler heißt: Sein drittes Album "Rich Kidz" verkaufte sich hunderttausend Mal, Auftritte bringen schon mal fünfstellige Summen, auf seinem neuen Album widmet er einen Song seinem Mercedes.

Vorher hatte er eine harte Zeit: Erst rappte er in typischer Rapperpose jahrelang über Diamanten, aber verdiente dabei keinen Cent. Er stand vor Tourbussen, um den Stars seine Demo-Cds aufzudrängen, er ging schließlich nach Berlin, um mit Bushido zusammenzuarbeiten. Jahrelang stand Kay One mit dem Star der Szene vor dem Mikrofon - und lebte trotzdem auf 25 Quadratmetern, wie er erzählt. Es folgte ein öffentlicher Streit mit seinem früheren Mentor Bushido und dessen Clan inklusive Millionen-Forderungen und Polizeischutz.

Als es schließlich zum Interviewtermin mit der Süddeutschen Zeitung im Büro seines Managers kommt, erwartet man also das übliche Rapper-Getue. Und dann das: Beim Interview sitzt ein freundlicher junger Geschäftsmann, der erst einmal klarstellt: Das ganze Gerede von Ghetto, Drogen und Diamanten ist doch Quatsch! Und überhaupt: All der Luxus, den Rapper verherrlichen, macht am Ende auch nicht glücklich. Deshalb könnte es demnächst auch mal ein Lied darüber geben, wie gut das Essen seiner Mama riecht.

Das Wichtigste aber: Nie wieder so abheben, wie er es nach seinem Durchbruch tat, als er zwei Jahre lang seine Einnahmen in Uhren, Autos und Champagner investierte. Wenn er von dieser Zeit erzählt, wird schnell deutlich, dass es Spaß machen kann, den Champagner-Vorrats eines Clubs leerzutrinken. Aber ganz ehrlich: "Zigtausend Euro für eine Uhr? Das ist doch bescheuert!"

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