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Neues Angebot:Gratis-Check für Energiesparer

Handwerker prüfen kostenlos, wie man im Haus weniger Öl und Gas verbraucht. Die Nachfrage nach dem Service scheint groß zu sein.

Von den 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland wurden zwölf Millionen vor 1984 gebaut. Viele Bewohner dieser Immobilien treibt seit vergangenem Jahr vor allem eine Frage um: Wie können wir die Energiekosten für unser Haus senken?

Thermogramm eines Wohnhauses: Rot signalisiert einen hohen Sanierungsbedarf, grün am Haus bedeutet, dass der Hausbesitzer durch eine Sanierung nur noch wenig Energie sparen kann.

(Foto: Foto: dpa)

Mit einer "energetischen Sanierung" des Hauses versuchen immer mehr Immobilienbesitzer, die Kosten in den Griff zu kriegen: Sie erneuern die Heizung, dämmen Wände und Decken oder schrauben Solarkollektoren und Photovoltaikanlagen aufs Dach. Um die Hausbesitzer dabei zu unterstützen, bietet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) einen kostenlosen Energie-Check an.

"Hohe Signalwirkung"

Die Stiftung ist eine Einrichtung des Bundes, der im Jahr 1990 die Privatisierungserlöse aus dem Verkauf der Salzgitter AG genutzt hat, um das Stiftungskapital aufzubauen. Aus den Erlösen finanziert die Stiftung nun unter anderem das Programm "Haus sanieren - profitieren", das sich explizit an Privatleute richtet.

Die Idee: Die Stiftung bildet Handwerker in einem kurzen Lehrgang dazu aus, in den Häusern einen Energie-Kurzcheck durchzuführen. Dieser Check ist für die Eigenheimbesitzer kostenlos und soll sie "für die Möglichkeiten sensibilisieren, die eine energetische Sanierung bietet", sagt Hubert Weinzierl, Vorsitzender des DBU-Kuratoriums.

Am Ende des etwa 30-minütigen Checks erhält der Hausbesitzer eine Übersicht über die verschiedenen Bauteile seines Hauses. Darin ist der jeweilige Energieeffizienz-Zustand farblich markiert. "Rot" signalisiert einen hohen Sanierungsbedarf, "grün" bedeutet, dass der Hausbesitzer durch eine Sanierung nur noch wenig Energie sparen kann. "Die Übersicht hat eine hohe Signalwirkung und zeigt dem Hausbesitzer, wo er mit den nächsten Sanierungsschritten gezielt ansetzen kann", sagt Weinzierl.

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