München:3500 Wohnungen werden privatisiert

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Deutschlands größter Immobiliendeal, der Verkauf von 152.000 Wohnungen an einen britischen Investor, hat auch Auswirkungen auf München.

Von Bernd Kastner

Deutschlands größter Immobiliendeal, der Verkauf von 152.000 Wohnungen an einen britischen Investor, hat auch Auswirkungen auf München. Die 3500 Wohnungen der Deutschbau werden privatisiert. Durch ausländische Investoren steht auch der hiesige Markt vor einer schleichenden, aber grundlegenden Veränderung: Die Zahl preiswerter Mietwohnungen dürfte noch schneller als bisher schrumpfen.

In Zeiten der "Heuschrecken"-Angst wird das Tun ausländischer Investoren auch auf dem Immobilienmarkt argwöhnisch verfolgt. Mit dem Verkauf der Viterra an die Deutsche Annington, die einer britischen Private Equity Gesellschaft gehört, wechseln auch die 3500 Münchner Wohnungen der Viterra-Tochter Deutschbau den Eigentümer.

Die Deutschbau ist eine ehemals gemeinnützige Gesellschaft des Bundes und der Post, ihre Wohnungen sind über das ganze Stadtgebiet verteilt, weitere 800 befinden sich im Umland.

An den Neubauprojekten der Viterra, unter anderem in der Parkstadt Schwabing, dürfte sich vorerst nichts ändern, heißt es aus der Konzernzentrale.

Bei der Deutschen Annington will man den Mietern die Angst nehmen. Man werde sozialverträglich privatisieren und die Wohnungen immer zuerst den Mietern zum Kauf anbieten. Dies sei bundesweit bereits bei knapp 11.000 meist ehemaligen Eisenbahner-Wohnungen geschehen.

Kurzfristig dürfte sich tatsächlich wenig ändern - mittel- und langfristig aber ganz sicher, sagt Xaver Kroner. Der Sprecher des Verbands der Wohnungsunternehmen Bayern, in dem 481 kommunale Gesellschaften und Genossenschaften organisiert sind, sagt: "Es gibt eine schleichende, aber deutliche Veränderung."

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