Mietminderung Recht auf Kürzung

Der Mieter hat einen Anspruch darauf, weniger Miete zu zahlen, wenn etwas in der Wohnung nicht stimmt.

Das Gesetz verflichtet den Vermieter, dem Mieter die Wohnung im vertragsgemäßen Zustand zu überlassen. Er muss den Zustand während der Mietzeit erhalten. Verschlechtert sich die Lage in der Wohnung während der Mietzeit, darf der Mieter die Miete kürzen solange der Mangel anhält.

Der Mieter muss nicht eine Mietminderung beantragen. Die Kürzung ist sein Recht, das er einseitig, also ohne Zustimmung des Vermieters, geltend machen kann. Taucht der Mangel auf - verstopfte Rohre, kalte Heizung - muss der Mieter sofort den Vermieter unterrichten.

Wann das Recht auf Mietminderung entfällt

Der Mieter kannte den Mangel zu Vertragsabschluss. Er hat sich sein Recht auf Minderung nicht vorbehalten.

Der Mieter meldet seinem Vermieter nicht sofort den Mangel.

Verjährung

Das Recht auf Mietminderung verjährte nach dem alten Mietrecht nach sechs Monaten: Meldete der Mieter den Mangel, lebte aber mit ihm sechs Monate lang ohne die Miete zu kürzen, hatte er sein Recht verloren.

Der Deutsche Mieterbund hofft, dass mit dem neuen Mietrecht - gültig seit dem 1.9.2001 - die Frist hinfällig wird. Im Streitfall sprechen Richter ein geltendes Machtwort.