Merkel und Griechenland:"Im griechischen Salat"

Merkel trödelt, meint die Weltpresse. Darum trage sie Mitschuld an der Krise. Ihr Management komme jetzt viel zu spät. In Bildern.

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Merkel, dpa

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Merkel trödelt und hängt ihr Fähnchen in den Wind: Das Krisenmanagement der Bundeskanzlerin kommt in der internationalen Presse gar nicht gut an.

Dem amerikanischen Leitmedium, der New York Times, zufolge handelte Bundeskanzlerin Merkel viel zu spät:

"Die Strategie von Kanzlerin Angela Merkel im Umgang mit Griechenlands unaufhaltbaren Schulden war Aussitzen. Sie hoffte, die Krise würde nicht vor der Landtagswahl im Mai Handlung erfordern. Doch am Mittwoch lief ihre Zeit ab."

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Merkel, Reuters

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Auch der britische Guardian kritisiert die Kanzlerin:

"Nach Tagen des Zögerns und des Lavierens spielte Merkel die populistische Karte. Wir haben das recht, den Griechen zu sagen: Ihr müsst sparen, ihr müsst redlich sein und ihr müsst an eurer Ehrlichkeit arbeiten. Sonst können wir euch nicht helfen."

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Merkel, Reuters

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Ein wenig Verständnis zeigt die Financial Times - schließlich sind 86 Prozent der Deutschen und damit Merkels Wähler strikt gegen finanzielle Hilfe für Griechenland.

"Merkel versucht das Unverkäufliche zu verkaufen. (...) Sie bemüht sich, zu beweisen, dass sie Griechenland nicht freikaufen will - genauso wenig wie die deutschen Banken, die gedankenlos in griechische Papiere investiert haben. Sie sagt, dass sie handelt, um die Eurozone zu retten."

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Merkel, ddp

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Die spanische Zeitung El País überschreibt ihren Kommentar mit "Verantwortungslosigkeit einer Kanzlerin":

"Sie bestimmt nicht die öffentliche Meinung, sondern folgt ihr. (...) Merkels Antwort auf diese Krise ist verantwortungslos. Obwohl für das Problem ursprünglich die unverantwortliche Politik Griechenlands sorgte, hat es erst die Verzögerungstaktik der Kanzlerin in eine weitreichende politische und wirtschaftliche Krise verwandelt."

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Merkel, apn

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Eine hübsche Überschrift fiel der Liberation ein.

Im Artikel "Angela Merkel mitten im griechischen Salat" werfen die französischen Journalisten der Kanzlerin vor, sie wolle Zeit schinden.

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Merkel, ddp

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Die französische Zeitung Le Figaro hätte sich ebenfalls zupackenderes und schnelleres Handeln von Merkel gewünscht:

"Indem die deutsche Kanzlerin mit der Hilfe für Griechenland trödelt, verstärkt sie die Unsicherheit auf den Märkten. (...) Sie hat es verpasst, ihre Solidarität mit Athen zu bekunden - dabei hat sie die Unsicherheit auf den Märkten und das Risiko einer Ausbreitung erhöht. Die Unbeugsamkeit von 'Madame Nein' wird europaweit kritisiert, ohne dass es ihr in Deutschland etwas bringt."

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Merkel, dpa

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Das portugiesische Wirtschaftsmagazin Jornal de Negócios rät der Kanzlerin zu Rohkost:

"Für Deutschland ist der Euro ein riesiger Berliner, ganz nach dem Geschmack der Deutschen gemacht. (...) In Brüssel weiß man seit langem, wie es um Griechenland bestellt ist. Die Deutschen können nicht sagen, dass sie überrascht sind, wenn der Euro-Kuchen keine Creme enthält."

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John Kornblum, der ehemalige US-Botschafter in Berlin, fragt sich in einem Gastbeitrag für die International Herald Tribune:

"Lässt Deutschland Europa im Stich? (...) Ist aus Angela Merkel, der Miss Europa von 2007 das Fräulein Germania von 2010 geworden?"

Der Autor antwortet auch gleich selbst und findet: "Deutschland hat sich kaum verändert, die Welt jedoch sehr." Das sei das Problem.

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Text: sueddeutsche.de/bavo/dgr/nog/tob/mel

© sueddeutsche.de
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