Rekordpreise fürs Edelmetall Der neue Goldrausch

Glanz im Depot: Wegen der Unruhen in den arabischen Ländern und des steigenden Ölpreises greifen Investoren vermehrt auf die sichere Anlageform Gold zurück - und treiben die Notierungen auf den höchsten Stand aller Zeiten.

Nie war Gold wertvoller: Die Krise in Libyen hat den Preis für das gelbe Metall auf ein neues Allzeithoch steigen lassen. Eine Feinunze des Edelmetalls kostete in London 1434,50 Dollar und damit so viel wie noch nie. Zuvor war der Preis um mehr als 14 Dollar in die Höhe geschossen.

Goldbarren: Das Edelmetall ist so teuer wie nie zuvor.

(Foto: dpa)

Seinen bis dahin höchsten Preis hatte das Gold im Dezember erreicht, als eine Feinunze in London über 1431 Dollar kostete. In New York hatte der Goldpreis bereits am Montagabend einen neuen Rekord bei 1434,40 Dollar erreicht.

Als Grund gaben Händler die Krise in Libyen an. Diese lässt seit Tagen den Ölpreis deutlich steigen. Dies könnte nach Ansicht von US-Notenbankchef Ben Bernanke zu einer Inflation führen und die wirtschaftliche Erholung abwürgen.

"Was Gold brauchte, war ein Katalysator, und diesen fand es nun durch die Spannungen im Nahen Osten und den Anstieg des Ölpreises, der als riskant in Bezug auf die Inflation betrachtet wird", sagte Mark Luschini, Finanzstratege der Brokerfirma Janney Montgomery Scott.

Gold gilt unter Anlegern als krisenfeste Anlage, da das Edelmetall von einer Geldentwertung nicht betroffen ist.

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