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Immobilien kaufen:Das sollten Eigentümer wissen, die vermieten wollen

Auch eine vermietete Immobilie kann sich als Investition für das Alter lohnen. Doch auch hier gilt wie beim Eigenheim, dass die Finanzierung gut durchdacht sein muss. Genauso wie der Selbstnutzer muss auch der Vermieter nach dem Kauf mit regelmäßigen, aber auch mit außerplanmäßigen Kosten rechnen, die zum Beispiel bei einer kaputten Heizung entstehen. Es gilt also, langfristig zu kalkulieren und Rücklagen zu bilden.

Allerdings gibt es für Vermieter deutlich mehr Möglichkeiten, die Aufwendungen steuerlich geltend zu machen als beim Eigenheim. Zum Beispiel kann der Kaufpreis gestaffelt von der Steuer abgeschrieben werden. Zudem lassen sich einige Ausgaben auf den Mieter umlegen. Dazu zählen in der Regel Betriebskosten wie Straßenreinigung und Müllentsorgung. Einen Überblick über diese regelmäßig wiederkehrenden Kosten bietet die Betriebskostenverordnung. Auch wenn dort alles genau geregelt ist: Die Abrechnung und Aufteilung der Nebenkosten ist ein häufiger Streitpunkt im Mietverhältnis . Ausführliche Beratung bieten Hausbesitzer-Vereine wie zum Beispiel Haus & Grund.

Auch die Kosten für bauliche Modernisierungen, die den Wohnwert verbessern, können unter Umständen auf den Mieter umgelegt werden. Dazu gehören zum Beispiel der Einbau einer neuen Heizungsanlage oder die Dämmung der Außenfassade. Die Jahresmiete darf nach Abschluss der Arbeiten um elf Prozent der Modernisierungskosten angehoben werden. Reparatur- und Instandhaltungskosten dagegen sind generell Vermietersache, sie dürfen nicht anteilig dem Mieter in Rechnung gestellt werden.