Iban:Was passiert, wenn Kunden die Iban auch künftig nicht angeben?

Wie erfahren Bankkunden ihre Nummer?

Die meisten Banken geben sie schon seit einiger Zeit auf den Kontoauszügen an. Auch auf neueren EC-Karten ist sie zu finden. Im Internet gibt es aber auch Iban-Rechner. Sie ermitteln die neue Nummer, wenn der Nutzer Bankleitzahl und Kontonummer eingibt. Zur Not kann man die Iban auch telefonisch bei der eigenen Bank erfragen.

Was passiert mit Daueraufträgen?

Bei bereits bestehenden Daueraufträgen braucht sich der Kunde um nichts zu kümmern. Die Banken stellen sie automatisch auf Iban um. Richtet der Kunde vom 1. Februar an aber einen neuen Dauerauftrag ein, muss er ebenfalls die Iban angeben.

Was ist mit der Bic?

Die Bic, eine Abkürzung für Bank Identifier Code, ist eine elfstellige Buchstabenfolge, mit der sich europaweit jede Bank identifizieren lässt; sie entspricht im europäischen Kontext also der bekannten Bankleitzahl. Für die Deutsche Bank in Berlin lautet sie zum Beispiel DEUTDEBBXXX. Verbraucher ärgerten sich zunächst über die Bic, weil es hieß, dass sie bei Überweisungen zusätzlich zur Iban angegeben werden muss. Inzwischen muss sich aber keiner mehr ärgern: Sie ist innerhalb des Sepa-Raums nicht mehr nötig - die Iban reicht.

Was passiert, wenn Kunden die Iban auch künftig nicht angeben?

Die meisten Banken versprechen, solche Fälle kulant zu behandeln und in der Übergangsphase unsicheren Kunden beim Eintragen der ungewohnten Nummer auf dem Überweisungsschein zu helfen. Trotzdem sollten sich die Kunden schnell umgewöhnen, sonst müssen sie mit Problemen rechnen. "Führt die Bank den Auftrag nicht mehr aus, droht Zahlungsverzug, und das bedeutet Zusatzkosten durch Zinsen und Mahngebühren und Ärger", sagt Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Die Online-Überweisung lässt, anders als auf Papier, keine Wahl - ohne den Eintrag geht nichts.

Sind Schwierigkeiten zu erwarten?

Die Bankenverbände geben sich gelassen. "Wir gehen von einem reibungslosen Übergang aus", sagt ein Sprecher des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken. Zählungen hätten ergeben, dass 92 Prozent der Kunden bei Überweisungen bereits die Iban angaben, obwohl sie noch die Option gehabt hätten, Bankleitzahl und Kontonummer zu nennen.

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