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Holzschädlinge beseitigen:Wenn der Balken bröselt

Mehr als 100 Jahre alte Fachwerkhäuser zeigen, dass Holz bei richtiger Konstruktion und geeigneter Auswahl sehr haltbar ist. Eigentlich.

Unter schlechten Bedingungen kann Holz aber auch von Insekten und Pilzen zerstört werden - und zwar innerhalb kurzer Zeit.

Der Hausschwamm breitet sich meist im Verborgenen aus - bei der Bekämpfung des zerstörerischen Pilzes müssen Profis helfen.

(Foto: Foto: Architekturbüro Kellhammer/dpa/tmn)

"Vor allem feuchte Gebäude werden von diesen Schädlingen gerne heimgesucht", sagt Klaus Kellhammer vom Verband Privater Bauherren (VPB) in Reutlingen. Die holzzerstörenden Schädlinge zersetzen das Holz und verringern die Stabilität des Hauses. Im Extremfall kann die Konstruktion sogar einstürzen.

"Um die holzzerstörenden Schädlinge zu entdecken, braucht ein Hausbesitzer einen spezialisierten Experten", erklärt Ulrich Zink vom Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung in Berlin. Sichtbare Zeichen für einen Befall mit Holzschädlingen seien frisches Bohrmehl, aber auch Ausfluglöcher an Holzteilen.

Gänge fressen

Häufige Plagegeister bei Insektenbefall sind insbesondere die Larven des Hausbockkäfers, des Gemeinen Nagekäfers und des Braunen Splintholzkäfers. Denn nicht die Käfer, sondern deren Larven sind die eigentlichen Bauholzzerstörer, da sie bis zum Schlüpfen im und vom Holz leben. Dabei fressen sie Gänge in den Naturstoff.

Beim Holzbockkäfer kann die Larve bis zu zehn Jahre im Holz leben, bevor der Käfer es verlässt und Ausfluglöcher auf Schädlingsbefall hinweisen. Entsprechend lange bleibe der Schaden, den die Larven anrichten, unentdeckt, so die Autorinnen Christel Sachs und Jutta Koop in ihrem Buch Ungebetene Hausgäste. Die Balken könnten dann schon so weit ausgehöhlt sein, dass beim nächsten Sturm das ganze Dach zusammenbricht.

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