Die Finanzkrise traf Island besonders hart: Die Regierung musste im Oktober 2008 den gesamten Bankensektor verstaatlichen, um den Staatsbankrott zunächst abzuwenden. Trotzdem war Island kurz darauf de facto zahlungsunfähig, als die Regierung eine fällige Anleihe der verstaatlichten Glitnir-Bank in Höhe von 750 Millionen US-Dollar nicht zurückzahlte. Formal zahlungsunfähig war Island aber nicht, weil die Anleihe nicht von Island selbst emittiert worden war.

Bild: dpa 21. Juni 2011, 07:392011-06-21 07:39:28 © sueddeutsche.de/bbr