bedeckt München 21°

Hilmar Kopper:Der alte Mann und die Bank

"Mr. Peanuts" wird 75: Der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper gehörte zu den mächtigsten Vertretern der Deutschland AG - und zu den umstrittensten. Wichtige Stationen in Bildern.

10 Bilder

Deutsche Bank, Foto: ddp

Quelle: SZ

1 / 10

"Mr. Peanuts" wird 75: Der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper gehörte zu den mächtigsten Vertretern der Deutschland AG - und zu den umstrittensten. Wichtige Stationen in Bildern.

Hilmar Koppers Heimathafen: die Deutsche Bank. Schon seine Lehre absolvierte er bei den Frankfurter Bankern. Seinen Aufstieg an die Spitze des Instituts gelang ihm 1989 - allerdings unter düsteren Vorzeichen.

Foto: ddp

Herrhausen, Foto: AP

Quelle: SZ

2 / 10

Koppers Vorgänger auf dem Chefsessel der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, wurde durch ein Autobomben-Anschlag der Roten-Armee-Fraktion ermordet.

Foto: AP

Deutsche Bank, Foto: dpa

Quelle: SZ

3 / 10

Drei deutsche Finanzpromis und graue Eminenzen der Deutschland AG: Rolf E. Breuer (r.) löste Kopper 1997 an der Spitze von Deutschlands größtem Geldinstitut ab. In ihrer Mitte: der frühere Bundesbank-Chef Hans Tietmeyer.

Foto: dpa

Kopper, Foto: dpa

Quelle: SZ

4 / 10

Kopper ist seit 2003 in zweiter Ehe mit Brigitte Seebacher-Brandt verheiratet, die bis zu dessen Tod mit Willy Brandt verheiratet war. Kopper und die scharfzüngige Publizistin hatten ihre Beziehung über Jahre geheim gehalten. 1999 trennte sich Kopper dann nach 38 Ehejahren von seiner ersten Frau - die Familie reagierte empört.

Foto: dpa

Schneider, Foto: dpa

Quelle: SZ

5 / 10

Ein dunkles Kapitel im Leben Koppers: Mit gefälschten Angaben erschlich sich Baulöwe Jürgen Schneider Milliardenkredite für aufwendige Immobilienprojekte. Hauptkreditgeber war die Deutsche Bank. Das Sammeln schöner Häuser sei für Schneider "wie Alkoholismus" gewesen. 1995 wurde er wegen Betrugs, Kreditbetrugs und Urkundenfälschung zu fast sieben Jahren Haft verurteilt.

Foto: dpa

Kopper, Foto: dpa

Quelle: SZ

6 / 10

Kopper war im Schneider-Prozess als Zeuge geladen. Und der Baulöwe schoss scharf gegen den Banker: Die Institute trügen genauso viel Verantwortung an dem Skandal wie er. Sie hätten das Spiel genau gekannt. Aus Gier und Profitsucht hätten sie beide Augen zugedrückt, so Schneiders Vorwurf.

Foto: dpa

Peanuts, Foto: dpa

Quelle: SZ

7 / 10

"Peanuts", für Kopper waren das nicht in erster Linie die niedlichen US-Comic-Figuren des Zeichners Charles M. Schulz, sondern die ausstehenden 50 Millionen Mark, mit denen Betrüger Schneider noch bei Handwerkern in der Kreide stand.

Zu Koppers Ehrenrettung sei angemerkt, dass er die Zahl lediglich in Gesamtkorrelation zu den insgesamt fünf Milliarden Mark stellen wollte, die Schneider insgesamt erschlichen hatte. Koppers Peanuts-Vergleich wurde 1994 zum "Unwort des Jahres" gewählt.

Foto: dpa

Kopper, Foto: AP

Quelle: SZ

8 / 10

Auch nach seiner Karriere bei der Deutschen Bank war Hilmar Kopper berüchtigt für seine streitbaren Auftritte: In einer TV-Sendung stellte er die umstrittene These in den Raum, dass alleine die Anleger die Finanzkrise zu verantworten hätten. Ihre Gier sei größer als der Verstand gewesen. "Die Banken haben den Wohlstand nicht verzockt", so der ehemalige Banker.

Foto: AP

Kopper, Foto: dpa

Quelle: SZ

9 / 10

Kopper war von 1998 bis 2007 Aufsichtsratschef bei DaimlerChrysler. Gemeinsam mit Konzernchef Jürgen Schrempp bastelte er an der Vision vom deutschen Auto-Weltkonzern - und versenkte viele Milliarden.

Kopper saß nicht nur bei Daimler, sondern in mehr als 60 Kontrollgremien während seiner Laufbahn. Wer bei der Deutschland AG anklopfte, kam an ihm nicht vorbei.

Foto: dpa

Nonnenmacher, Foto: dpa

Quelle: SZ

10 / 10

Karriere nach der Karriere: Kopper springt dem Kriseninstitut HSH Nordbank bei und übernimmt im Oktober 2009 den Posten als Aufsichtsratsvorsitzender.

Mit riskanten Deals brachte der HSH-Nordbank-Vorstand, in dem der jetzige Chef Dirk Jens Nonnenmacher schon länger wirkt, das Institut von der Waterkant dem Kollaps gefährlich nahe - nur staatliche Finanzspritzen bewahrten die Bank vor der Pleite.

Auf eine üppige Bonuszahlung wollte Nonnenmacher dennoch nicht verzichten. In der Öffentlichkeit geriet Nonnenmacher zur Persona non grata - doch HSH-Aufsichtsratsmitglied Kopper hielt eisern an ihm fest.

Foto: dpa (sueddeutsche.de/jcb/mel/jja)

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB