bedeckt München -2°

Handy: Kostenfalle Ausland:Billiger telefonieren

Ein kurzes Gespräch mit den Lieben daheim oder ein Schnappschuss vom Strand - das Handy im Urlaub macht's möglich. Doch SMS, Mailbox und Co können im Ausland teuer werden. Was man beachten muss.

In Bildern.

7 Bilder

Leute-News: Kai Diekmann

Quelle: ag.ddp

1 / 7

Ein kurzes Gespräch mit den Lieben daheim oder ein Schnappschuss vom Strand - das Handy im Urlaub macht's möglich. Doch SMS, Mailbox und Co können im Ausland teuer werden. 

Wer dann auch noch das mobile Internet benutzt, muss richtig bezahlen, wie auch Kai Diekmann, Bild-Chefredakteur, feststellen musste. Weil er drei Tage aus Marokko seinen Blog über das Mobiltelefon gepflegt hat, ist ihm eine Telekom-Rechnung in Höhe von rund 42.000 Euro ins Haus geflattert. Mit etwas Vorsicht lassen sich so horrende Summen jedoch vermeiden. Was man alles beachten muss. In Bildern.

Jahresrückblick - Telekom-Märkte im Wandel

Quelle: ag.dpa

2 / 7

Die meisten Handys sind von Anfang an für das sogenannte Roaming freigeschaltet, also für das Telefonieren in ausländischen Mobilfunknetzen. Einige Anbieter verlangen aber eine ausdrückliche Aktivierung - die kostet zwar meist nichts, kann aber etwas Zeit in Anspruch nehmen. Gerade bei exotischeren Reisezielen ist eine Nachfrage angebracht.

EU darf überhöhte Handy-Auslandstarife verbieten

Quelle: dpa

3 / 7

Nach der neuen EU-Verordnung dürfen abgehende Gespräche innerhalb der EU ab 1. Juli maximal 46 Cent (bisher 51 Cent) kosten, ankommende Gespräche nicht mehr als 18 Cent (bisher 22,6 Cent). In Ländern außerhalb der EU - und damit zum Beispiel auch in der Schweiz, in Kroatien und der Türkei - gelten je nach Land und Netz oft sehr unterschiedliche Tarife, die jeweils beim Anbieter zu erfragen sind.

-

Quelle: ap

4 / 7

Besonders für Vertragskunden bieten viele Mobilfunkgesellschaften spezielle Auslandstarife an. Diese enthalten häufig günstigere Minutenpreise, es kommen meist aber Verbindungsgebühren pro Gespräch hinzu. Damit lohnen sie sich erst bei längeren Gesprächen. Interessant können die Optionstarife aber bei Aufenthalten außerhalb der EU sein, wo die Minutenpreise sonst häufig hoch sind.

Handy-Vergnügen zum Urlaubsstart: Günstige SMS und Tarife

Quelle: ag.dpa

5 / 7

Für Handy-Kurznachrichten gilt die Obergrenze von maximal 13 Cent. Damit sind die SMS teils deutlich billiger als in Deutschland. Der SMS-Empfang ist kostenlos. Teuer werden können MMS, mit denen sich etwa Urlaubsfotos per Handy verschicken lassen. Die Preise sind hierfür teilweise sehr unübersichtlich - abhängig von der Größe der MMS, dem Land und Netz fallen oft unterschiedliche Kosten an. Auch der MMS-Empfang im Ausland ist teils kostenpflichtig.

Tipps für den Alltag / Urlaub und Gesundheit

Quelle: dpa

6 / 7

Wer im Urlaub schnell seine E-Mails, Fußballergebnisse oder das Wetter im Internet checken möchte, kann dies auch mit seinem Handy tun. Ganz billig ist das zwar nicht, aber: Ab dem 1. Juli sind Mobilfunkkunden automatisch vor Schockrechnungen fürs Surfen im Ausland geschützt. Dann gilt eine Kostenobergrenze von 60 Euro pro Verbindung. Nach deren Überschreiten wird die Datenverbindung gekappt. Bei 80 Prozent des maximalen Kostenvolumens erhalten die Telefonkunden eine Nachricht, als SMS, E-Mail oder sogenanntes Pop-up-Fenster im Browser. Beim Erreichen der Grenze gibt es in aller Regel noch eine Nachricht.

Themendienst Multimedia: Mit dem Handy an den Strand

Quelle: ag.ddp

7 / 7

Im Ausland kann die Mailbox zu einer wahren Kostenfalle werden - daher besser vor dem Abflug ausschalten. Eine Alternative ist die vollständige Umleitung aller Anrufe auf die Mailbox. Dann ist der Kunde nur noch per SMS zu erreichen oder kann selber anrufen. Wer lange Zeit in einem Land verbringt, sollte sich unter Umständen dort eine Prepaidkarte zulegen, also eine Karte, bei der für die Gespräche im Voraus gezahlt wird. Empfehlenswert ist es, diese in einem Laden zu kaufen, der mehrere Mobilfunkanbieter vertritt, um nicht ausgerechnet an den teuersten Tarif zu geraten.

(sueddeutsche.de/AFP/stl/mel)

© sueddeutsche.de/AFP/stl
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema