bedeckt München 20°

Haftungsfrage bei Mietwagen:Auftanken - und Geld sparen

Was ist mit Verträgen im Ausland?

Beim Automieten im Ausland wird oft ein Vertrag mit einer ausländischen Firma abgeschlossen. Dann kann die rechtliche Durchsetzung oder das Abwenden von Ansprüchen schwierig bis unmöglich werden. Die großen, international tätigen Autovermieter verweisen daher gern auf ihre Organisation im Heimatland des Mieters als Ansprechpartner. Die Vermittler von Mietautos lokaler Vermieter sehen sich jedoch ebenso als Adresse in Deutschland, die im Falle eines Falles die Interessen ihres Kunden im Ausland wahrnimmt.

Wer tankt auf?

Geld sparen und Ärger vermeiden lässt sich in jedem Fall, in dem man selber Benzin nachfüllt. Der Tank sollte voll sein bei der Rückgabe, wenn man ihn voll übernommen hat. Die Vermieter sind oft tolerant, wenn ein paar Liter fehlen. Aber darauf sollte man es nicht unbedingt anlegen, wenn man Kosten und Schriftwechsel vermeiden will.

Wie läuft es mit der Rückgabe?

Um die Rückgabe zu erleichtern, geben Autovermieter generell den Rat, bereits beim Abholen zu fragen, wo die Rückgabe vorgesehen ist und die nächste Tankstelle liegt. Sich dafür etwas Zeit zu nehmen, ist sinnvoll. Denn je größer zum Beispiel der Flughafen, um so länger sind oft die Wege.

Was sollte versichert sein?

Zumindest was Schäden am Fahrzeug angeht, kann man sich durch eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung absichern. Die ist mitunter inklusive, gerade bei Billigangeboten oft jedoch extra abzuschließen.

Übrigens, die Sache mit dem Cabrio ging so weiter: Der Mieter konnte mit der Quittung einer Tankstelle direkt neben der Station des Autovermieters gut darlegen, dass er wenige Minuten vor der Rückgabe des Autos eine größere Menge Benzin getankt hatte. Da das Navigationsgerät noch auf dem Weg nach München um einen Stau bei Nürnberg herumgeführt hatte, war es auch ziemlich unwahrscheinlich, dass die DVD nicht mehr im Gerät steckte. Das machte den Mieter seiner Sache sehr sicher. Die Schadensabteilung des Autovermieters schrieb auf einmal etwas von einem Versehen und schickte eine schriftliche Entschuldigung.

Für vielreisende Menschen ist das Verhältnis zum Autovermieter eine langfristige Beziehung. Eine atmosphärische Störung wie ein Unfall-Fragebogen ohne Unfall irritiert da und erschüttert das Vertrauen. Einmal wurde ihm geglaubt, sagt sich der Kunde. Doch was ist beim nächsten Mal, wenn wieder jemand behauptet, der Tank sei nicht voll oder das Navi sei ohne DVD? Wird man ihm dann wieder glauben? Zurückbleibt ein schlechtes Gefühl. Sowie der Vorsatz, sich künftig Übergabeprotokolle ausdrucken und aushändigen zu lassen.